Polizei gegen Mitarbeiter:
Straßenschlachten im größten iPhone-Werk
Apple hat ein Problem: Derzeit kommt es im weltweit größten Werk für die iPhone-Produktion offenbar zu regelrechten Straßenschlachten zwischen Mitarbeitern und Sicherheitskräften. Der Vertragsfertiger Foxconn hat anscheinend die Kontrolle verloren.
Wer sich in sozialen Netzwerken wie Twitter unter den Hashtags Foxconn und Zhengzhou umschaut, findet massenhaft Fotos und Videos, die Teile der Belegschaft des weltweit größten Smartphone-Werks in Auseinandersetzungen mit Polizei und anderen Sicherheitskräften zeigen sollen. Mittlerweile bestätigten auch der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg und die Nachrichtenagentur AP die Unruhen im Foxconn-Werk in Zhengzhou.
Die Proteste richten sich angeblich gegen die weiterhin schlechten Lebensbedingungen vor Ort und ausbleibende Lohnzahlungen. Viele Mitarbeiter sollen zudem um ihre Gesundheit fürchten, da sie nach der Flucht vieler Mitarbeiter vor einigen Wochen zwar neu angeworben wurden, jetzt aber die gleichen Räumlichkeiten wie die verbliebenen alten Mitarbeiter nutzen müssen. Offenbar besteht bei vielen neu angeworbenen Mitarbeitern die Sorge, sich auf diesem Weg mit dem Coronavirus zu infizieren.
Wie umfangreich die Auseinandersetzungen zwischen den Foxconn-Mitarbeitern und der Polizei in dem Werk in Zhengzhou sind, ist derzeit unklar. Manche Quellen sprechen von hunderten und tausenden Beteiligten, andere wollen noch höhere Zahlen sehen. Die Proteste erfolgen teilweise unter Anwendung von Gewalt auf beiden Seiten. Neben Schlägereien, bei denen auch Stöcke zum Einsatz kommen, wurde angeblich auch Tränengas eingesetzt, auf das die Protestierenden mit Feuerlöschern reagierten.
Fotos zeigen hunderte Sicherheitskräfte in weißen Overalls sowie eine große Zahl an Transportfahrzeugen, mit denen die Polizisten zu dem Foxconn-Werk geschafft worden sein sollen. Weder Foxconn, noch Apple haben sich bisher zu dem Thema geäußert.
Siehe auch:
Bis zu 300.000 Mitarbeiter fertigen 60 Prozent aller iPhones
Foxconn hatte früheren Berichten zufolge in jüngster Vergangenheit verkündet, dass man rund 100.000 neue Mitarbeiter für das Werk angeworben habe, um die iPhone-Produktion vor dem für Apple wichtigen Weihnachtsgeschäft wieder auf ein ausreichendes Niveau zu bringen. Zuletzt hatte Apple eine Verlängerung der Lieferzeiten für bestimmte iPhone-Modelle bekannt gegeben, die man mit den Problemen in dem chinesischen Werk begründete.Wie umfangreich die Auseinandersetzungen zwischen den Foxconn-Mitarbeitern und der Polizei in dem Werk in Zhengzhou sind, ist derzeit unklar. Manche Quellen sprechen von hunderten und tausenden Beteiligten, andere wollen noch höhere Zahlen sehen. Die Proteste erfolgen teilweise unter Anwendung von Gewalt auf beiden Seiten. Neben Schlägereien, bei denen auch Stöcke zum Einsatz kommen, wurde angeblich auch Tränengas eingesetzt, auf das die Protestierenden mit Feuerlöschern reagierten.
Fotos zeigen hunderte Sicherheitskräfte in weißen Overalls sowie eine große Zahl an Transportfahrzeugen, mit denen die Polizisten zu dem Foxconn-Werk geschafft worden sein sollen. Weder Foxconn, noch Apple haben sich bisher zu dem Thema geäußert.
Siehe auch:
- Foxconn will Belegschaft für iPhone-Fertigung in Indien vervierfachen
- Corona-Exodus gefährdet iPhone-Produktion: Foxconn erhöht Löhne
- Erpressung-Software legt Foxconn-Fabrik in Mexiko lahm
- Corona geht weiter: Foxconn muss zwei Werke in China stilllegen
- Trotz Lockdown: China erlaubt Foxconn iPhone-Fabrik wieder zu starten
Thema:
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