Angst vor Zensur-Vorwurf: Microsoft kennzeichnet Fake News nicht

Microsoft wird sogenannte Fake News nicht entsprechend kennzeichnen, wie es verschiedene andere Tech-Unternehmen tun. In Redmond fürchtet man, dass dies nur zu unschönen Zensur-Vorwürfen führt. Untätig will man allerdings auch nicht bleiben. Die meisten großen Online-Plattformen wie Facebook, Twitter und Co. haben Methoden, mit denen sie offensichtliche Falschmeldungen, die nur zu Propagandazwecken verbreitet werden, kennzeichnen. Microsoft-President Brad Smith sieht dies für sein Unternehmen allerdings nicht als sinnvollen Weg an - insbesondere auch weil man sich der Gefahr aussetzt, öffentlich als Zensur-Unterstützer angeprangert zu werden, wie es den Konkurrenten zuweilen passiert.

"Ich glaube nicht, dass die Menschen wollen, dass Regierungen ihnen erklären, was wahr oder falsch ist. Und ich glaube auch nicht, dass sie wirklich daran interessiert sind, dass Technologieunternehmen es ihnen sagen", sagte Smith gegenüber der US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Thema gewinnt in den USA aktuell an Bedeutung, weil die sogenannten Midterms-Wahlen anstehen, in denen große Teile des Parlaments neu gewählt werden.

Hinterleute beleuchten

Desinformationskampagnen haben in den letzten Jahren deutlich an Gewicht gewonnen. Denn insbesondere über Plattformen wie Social Networks und Messenger lassen sich diese schnell verbreiten. Während in den klassischen Medien zumindest eine halbwegs funktionierende Prüfung durch Redaktionen möglich war, die dann zu einer Vorsortierung führte, müsste nun im Grunde jeder Nutzer selbst prüfen, ob die Fakten hinter einer Meldung auch wirklich stimmen - was letztlich kaum passiert.

Während Microsoft allerdings nicht jeden einzelnen Inhalt auf seine Stimmigkeit prüfen und kennzeichnen will, setzt der Redmonder Konzern eher eine Ebene darüber an. Bereits jetzt ermittelt man die Ursprünge von Desinformationskampagnen, um Kunden im privaten und öffentlichen Sektor über diese zu informieren.

Diesen Ansatz will man in der kommenden Zeit auch in größerem Stil verfolgen. Statt einzelner Fake News sollen die Agenturen und Organisationen, von denen diese gestreut werden, identifiziert und öffentlich sichtbar gemacht werden. "Es hat sich gezeigt, dass wenn man den Menschen sagt, was vor sich geht, dieses Wissen sowohl zum Handeln als auch zu Gesprächen über die notwendigen Schritte anregt", so Tom Burt, Corporate Vice President für Kundensicherheit.

Siehe auch:
Fake News, Fakten, Recherche, Journalisten, Faktencheck Fake News, Fakten, Recherche, Journalisten, Faktencheck Markus Winkler / Unsplash
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