Microsoft Teams speichert Authentifizierungs-Tokens recht fahrlässig
Auch den eigentlich recht erfahrenen Entwicklern Microsofts unterlaufen zuweilen Fehler, deren Vermeidung eigentlich zum Basis-Wissen gehören sollte. Aktuell zeigt sich dies daran, dass Angreifer recht leicht Zugang zu Token der Teams-Plattform bekommen.
Durch den Diebstahl von Authentifizierungs-Tokens ist es möglich, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) zu umgehen, die Konten eigentlich ziemlich gut vor unbefugten Zugriffen schützt. Daher ist es wichtig, die Tokens, mit denen Zugriffe während einer Session genehmigt werden, vor Diebstahl zu schützen. Genau hier hat Microsofts Teams aber ein Problem.
Laut eines Berichts des US-Magazins BleepingComputer betrifft das von Security-Forschern entdeckte Sicherheitsproblem die Desktop-Apps von Teams - sowohl unter Windows, MacOS als auch Linux. Die Authentifizierungs-Tokens werden von diesen Anwendungen im Klartext gespeichert, ohne dass es noch einen weiteren Schutz gegen unberechtigte Zugriffe gäbe.
Angreifer können die Tokens nutzen, um beispielsweise sensible Informationen über die Vorgänge in einem Unternehmen zu erlangen. Aber nicht nur ein solches passives Vorgehen ist möglich. Wenn man beispielsweise an die Tokens von Führungskräften gelangt, ist dies ein hervorragender Startpunkt für das Social Engineering: Mitarbeiter eines Unternehmens können so dazu gebracht werden, problematische Aktionen einzuleiten, weil sie annehmen, die Anweisungen kämen vom Vorgesetzten.
Die Vectra-Forscher entdeckten das Problem im August und meldeten es an Microsoft. Beim Redmonder Konzern stimmte man jedoch nicht mit der Einschätzung über die Schwere des Problems überein und erklärte, dass es nicht die Kriterien für die umgehende Herausgabe eines Patches erfüllte.
Siehe auch:
Laut eines Berichts des US-Magazins BleepingComputer betrifft das von Security-Forschern entdeckte Sicherheitsproblem die Desktop-Apps von Teams - sowohl unter Windows, MacOS als auch Linux. Die Authentifizierungs-Tokens werden von diesen Anwendungen im Klartext gespeichert, ohne dass es noch einen weiteren Schutz gegen unberechtigte Zugriffe gäbe.
Startpunkt fürs Social Engineering
Das gilt zumindest über die allgemeinen Schutzmechanismen des Betriebssystems hinaus. Wer immer lokalen Zugang zum Computer-Account des jeweiligen Anwenders hat, kann die Tokens entwenden und für einen eigenen Zugriff auf den jeweiligen Teams-Account nutzen. "Für diesen Angriff sind keine besonderen Berechtigungen oder fortgeschrittene Malware erforderlich, um einen großen internen Schaden anzurichten", erklärte Connor Peoples vom Sicherheitsunternehmen Vectra.Angreifer können die Tokens nutzen, um beispielsweise sensible Informationen über die Vorgänge in einem Unternehmen zu erlangen. Aber nicht nur ein solches passives Vorgehen ist möglich. Wenn man beispielsweise an die Tokens von Führungskräften gelangt, ist dies ein hervorragender Startpunkt für das Social Engineering: Mitarbeiter eines Unternehmens können so dazu gebracht werden, problematische Aktionen einzuleiten, weil sie annehmen, die Anweisungen kämen vom Vorgesetzten.
Die Vectra-Forscher entdeckten das Problem im August und meldeten es an Microsoft. Beim Redmonder Konzern stimmte man jedoch nicht mit der Einschätzung über die Schwere des Problems überein und erklärte, dass es nicht die Kriterien für die umgehende Herausgabe eines Patches erfüllte.
Siehe auch:
Themen:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema
Beliebte Microsoft Teams-Downloads
Jabra Evolve 2 im Preisvergleich
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Windows 11: Fehler bei Audio-Decodierung lässt ältere Apps abstürzen
- Sonnensystem: Neue Studie berechnet ein deutlich früheres Ende
- iPhone 18 Pro: Diese vier Probleme scheinen verbreitet zu sein
- Nach 78 Jahren: Citroën 2CV vor dem Comeback - Erste Bilder der E-Ente
- Windows Terminal: Microsoft startet großes Update mit vielen Neuheiten
- Internetverträge werden teurer: Telekom und 1&1 erhöhen ihre Preise
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen