NSI gibt gegen Strato nicht kampflos auf
Doch am 2. Januar löste Strato den Vertrag auf und wollte die Registrierung der Domains über die Firma Cronon laufen lassen. Das gefiel NSI überhaupt nicht und sie wendeten sich an alle Kunden per E-Mail und Briefpost. Man unterbreitete ihnen ein Angebot zur Verlängerung der Domain bei NSI, allerdings viel teurer als bei Strato. Mit einigen geschickten Formulieren konnte man die Personen auch davon überzeugen, dass es notwendig ist, das Angebot anzunehmen.
Nun war wieder Strato am Zug. Man erklärte allen Kunden, dass NSI mit unseriösen Methoden versucht, "seine" Kunden zu behalten, dies aber nur Nachteile bedeutet. Strato wolle in den nächsten Tagen alle Domains automatisch von NSI auf Cronon überschreiben lassen.
Doch so einfach ist das nicht: NSI verlangt ab sofort vom Kunden ein unterschriebenes Fax inkl. Kopie des Personalausweises, um die Domain umziehen zu lassen - eindeutig will NSI durch diese Aktion Strato Steine in den Weg legen.
Nun bittet Strato die Kunden, den Forderungen nachzukommen. Die anfallenden Kosten werden übernommen. Als kleiner Bonus winkt eine für 1 Jahr kostenlose Domain. Inzwischen hat Strato übrigens Klage gegen NSI am US-amerikanischen Distrikt-Gericht Eastern Virginia eingereicht.
Quelle: heise.de
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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