Microsoft entkoppelt den Internet Explorer

Bei The Register ist ein Artikel zu lesen, der mit der Aussage "Microsoft gibt auf" übertitelt ist. Und in der Tat; diese Wendung kommt nun doch ein wenig überraschend. In einem Statement, das wohl nicht zufällig kurz auf den "Freispruch" Microsofts folgt, räumt der weltgrößte Softwarehersteller eine Benachteiligung von Browser-Drittherstellern ein. Als Konsequenz wird den PC-Herstellern das Recht eingeräumt, den IE aus bereits bestehenden Windows-Varianten zu entkoppeln. Das IE-Icon wird sicht also nicht mehr zwingend auf jedem Desktop eines mit vorinstalliertem Windows ausgelieferten PC befinden.

Doch damit nicht genug. Bezieht sich diese Aussage zunächst nur auf "alte" Windows-Versionen, so hat sie doch auch Auswirkungen auf WindowsXP. Als Folge wird spätestens in der endgültigen Version des jüngsten Microsoft-Sprosses in den Softwarekomponenten, die vom Anwender deinstallierbar sind, auch der IE auftauchen. Hier ein Zitat:

"PC manufacturers will have the option to remove the Start menu entries and icons that provide end users with access to the Internet Explorer components of the operating system. Microsoft will include Internet Explorer in the Add/Remove programs feature in Windows XP."

Man darf gespannt sein, wie sich ein deinstallierter IE auf ein Betriebssystem auswirkt, welches die von Microsoft propagierte Verflechtung von OS und Browser so konsequent umsetzt.

Ausserdem stellt sich einem natürlich auch die Frage, ob sich ein derart spätes "Umschwenken" zu einem Zeitpunkt, an dem WindowsXP eigentlich schon als "fertig" galt, auf die Einhaltung des Release-Zeitplans auswirkt. Es kommt also doch wieder Spannung beim Warten auf den RC2 auf...

direkt zum Artikel auf The Register


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