Nächstes Werk für High End-Akkutechnik kommt nach Brandenburg

Die Aufbruchstimmung im südlichen Brandenburg setzt sich weiter fort. In einem der ehemaligen Zentren der Braunkohle-Industrie entsteht eine Produktionsanlage für eine der modernsten Formen von Batterie-Komponenten.
Akku, Energie, Batterie, Stromversorgung, Strom, Energieversorgung, Akkulaufzeit, Laden, ökostrom, Stromspeicher, Stromnetz, Aufladen, Akkupack, Quick Charge, Supercharger, Batterien, Power, Zellen, Energiemanagement, SuperCharge, Stromstecker, Handy laden, Akkutellen
Im Industriepark Schwarze Pumpe, nur etwas mehr als 20 Kilometer südlich von Cottbus, will die Altech Gruppe einen neuen Produktionsstandort aufbauen. Das Unternehmen will an dem Standort die neuen Silizium-Graphit-Anoden produzieren, die dann in Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz kommen. Diese Technologie ist ohnehin schon die Basis für leistungsfähigere und preiswertere Batteriezellen.

Altech geht hier allerdings noch einen Schritt weiter und hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die Anoden noch mit einer sehr dünnen Schicht von Aluminiumoxid überzogen werden. Das soll die Akku-Technik noch einmal ein gutes Stück vorantreiben. Mit dem Bau einer Pilotanlage soll die Firma bereits begonnen haben, berichtete die lokale Lausitzer Rundschau jetzt. "Damit werden wir noch vor Ende dieses Jahres das erste Batterie-Material haben", erklärte Altech-Vorstand Uwe Ahrends.

Altech: Neue Anoden-Technik für bessere Batterien (Firmen-Video)

Dann sollen die Versprechungen, die Altech hinsichtlich seiner neuen Anoden macht, auch unabhängig getestet werden können. Bisher sind von Außen nur die Eigenaussagen der Firma bekannt: "Wir haben den 'Silizium-Code' geknackt und erfolgreich eine Batterie mit 30 Prozent höherer Energiedichte und verbesserter Schnellladefähigkeit und Batterielebensdauer entwickelt", heißt es da.

Super Standort

Schwarze Pumpe dürfte aus einer Kombination verschiedener Faktoren heraus letztlich als idealer Standort hervorgestochen sein. So befindet man sich auch in räumlicher Nähe zum Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Dresden, deren Forschung wichtige Erkenntnisse für die Anoden-Entwicklung bringt.

Man ist aber bereits in Brandenburg, das den Energiewende-Technologien viel aufgeschlossener gegenübersteht als Sachsen. Im Umfeld finden sich hier die im Aufbau befindliche Produktion von Kathoden-Material bei der BASF in Schwarzheide und die Lithium-Veredelung von Rock Tech in Guben. In der Folge fehlt der Region eigentlich nur noch eine eigene Zellfertigung - der aktuell nächstgelegene Produzent ist hier Tesla etwas weiter nördlich bei Berlin. Im Bundeswirtschaftsministerium gibt es aber schon länger Pläne, den Aufbau einer Batteriefabrik in Südbrandenburg zu unterstützen - auch um einen weiteren Baustein im Strukturwandel hinzubekommen, der mit dem Ende der Braunkohleförderung ansteht.

Siehe auch:



Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!