Diese beliebten Selfie-Apps verkaufen sensible Gesichtsdaten der User
Man könnte sarkastisch sagen: "Nein, wirklich, wie überraschend." Bei der Untersuchung beliebter Seflie-Apps im Android Store zeigt sich, dass einige Betreiber mit den Daten der Nutzer nicht sehr sensibel umgehen. Intime Details inklusive biometrische Daten werden zu Geld gemacht.
Das Verbraucherschutzportal Mobilsicher.de hatte für seine Untersuchung sechs der beliebtesten Selfie-Apps aus dem Google Play Store unter die Lupe genommen. Das prinzipielle Problem: Daten aus Gesichts-Scans wie die Maße von Augen, Mund und Nase und ihren jeweiligen Abstand zueinander lassen auch außerhalb der ursprünglichen Anwendung eine Erkennung des Nutzers zu. Wie die Anbieter mit diesen sensiblen Inhalten umgehen, ist aber sehr unterschiedlich.
Die Empfehlung der Verbraucherschützer nach genauer Untersuchung des Datensendeverhaltens und der Datenschutzerklärungen: "Von der Nutzung von Perfect365, YouCam MakeUp und Facetune2 raten wir nach unserer Analyse klar ab." Gerade die Anwendung Perfect365 lässt hier aus mehreren Gründen die Alarmglocken läuten. Der Anbieter gibt zwar offen an "vollen Namen, biometrische Daten, Standortdaten, sowie alle weiteren Angaben" zu Geld zu machen. Eine nach EU-Recht erforderte "informierte Einwilligung" für die Verarbeitung und Weitergabe dieser Daten ist aber nicht zu erkennen.
Wer Selfie-Apps benutzt, sollte dann doch mal ganz genau hinschauen
Selfie-Apps machen schon lange nicht mehr nur schöne Porträt-Fotos. Viele der Anwendungen erlauben nach einer genauen Erfassung der Gesichtsstruktur beispielsweise die Verwendung von aufwendigen 3D-Filtern - eine sehr beliebte Anwendung vor allem bei jüngeren Nutzern. Im Hintergrund erheben die Apps für ihre Funktionalität unter anderem sensible biometrische Daten. Jetzt zeigt sich: Mit diesen Daten gehen einige Anbieter nicht gerade feinfühlig um.Das Verbraucherschutzportal Mobilsicher.de hatte für seine Untersuchung sechs der beliebtesten Selfie-Apps aus dem Google Play Store unter die Lupe genommen. Das prinzipielle Problem: Daten aus Gesichts-Scans wie die Maße von Augen, Mund und Nase und ihren jeweiligen Abstand zueinander lassen auch außerhalb der ursprünglichen Anwendung eine Erkennung des Nutzers zu. Wie die Anbieter mit diesen sensiblen Inhalten umgehen, ist aber sehr unterschiedlich.
Die Empfehlung der Verbraucherschützer nach genauer Untersuchung des Datensendeverhaltens und der Datenschutzerklärungen: "Von der Nutzung von Perfect365, YouCam MakeUp und Facetune2 raten wir nach unserer Analyse klar ab." Gerade die Anwendung Perfect365 lässt hier aus mehreren Gründen die Alarmglocken läuten. Der Anbieter gibt zwar offen an "vollen Namen, biometrische Daten, Standortdaten, sowie alle weiteren Angaben" zu Geld zu machen. Eine nach EU-Recht erforderte "informierte Einwilligung" für die Verarbeitung und Weitergabe dieser Daten ist aber nicht zu erkennen.
Weniger bedenklich, aber auch datenhungrig
Als "weniger bedenklich" stuft man dann die drei Apps FaceApp, PhotoLab Bildbearbeitung oder BeautyPlus ein. Will man hier den trotzdem vorhandenen Datenhunger weiter einschränken, raten die Verbraucherschützer zur Verwendung von Tracking-Blockern und der Löschung der Werbe-ID.
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