Nie geplantes Manöver: Wie Ingenieure Verstopfung auf dem Mars lösen
Mit einem ausgefeilten System sammelt der Mars Rover Perseverance Gesteinsproben und verschließt diese in Röhren für eine spätere Abholung. Jetzt klemmt der Mechanismus, was die Ingenieure zu einem Manöver verleitet, das so nie geplant war.
Ein paar kleine Steine, die da nicht sein sollen
Für die Lösung nutzen die Ingenieure der NASA ein Referenzmodell auf der Erde, mit dem mögliche Schritte erprobt werden können. Das Ergebnis: Mit dem Roboterarm muss ein Manöver durchgeführt werden, das man so nie vorgesehen hatte. "Das Team begann mit unserem Roboterarm eine Aktion, von der ich nie gedacht hätte, dass wir es durchführen würden - niemals", so Jennifer Trosper, Projektleiterin am Jet Propulsion Laboratory der NASA.
In der Region 'Séítah'...
...findet sich der Problemstein 'Issole'
Zweiter Schritt der "Strategie zur Reduzierung von Störungen durch Kieselsteine": Das Bohrkopf-Karussell wird dazu angewiesen, zwei vorsichtige Drehungen vorzunehmen, um sich von möglichen Steinresten zu befreien. Einfach formuliert: Perseverance versucht, den aktuellen Bohrkern auszuleeren und sich dann einmal kräftig zu schütteln. Ob das Manöver geklappt hat, will die NASA in dieser Woche mitteilen. Eines ist laut Trosper aber sicher: "Im Großen und Ganzen lassen wir bei der Suche nach diesen vier Kieselsteinen keinen Stein auf dem anderen."
Siehe auch:
Es klemmt im Proberöhrchen, also alles auf Anfang
Wenn auf dem Mars mal etwas klemmt oder nicht funktioniert, ist der nächste Service-Mitarbeiter weit. So liegt es an den Ingenieuren, mit den gegebenen Bordsystemen und manchmal überraschenden Ideen eine Lösung zu entwickeln. An Bord von Perseverance hat aktuell ein Mechanismus ein banal klingendes Problem, desen Lösung für das Sammeln von Proben aber unabdingbar ist: Im Bohrkopf-Karussell im Inneren des Rovers haben sich vier kleinste Steinchen verkeilt.
Ein paar kleine Steine, die da nicht sein sollen
Für die Lösung nutzen die Ingenieure der NASA ein Referenzmodell auf der Erde, mit dem mögliche Schritte erprobt werden können. Das Ergebnis: Mit dem Roboterarm muss ein Manöver durchgeführt werden, das man so nie vorgesehen hatte. "Das Team begann mit unserem Roboterarm eine Aktion, von der ich nie gedacht hätte, dass wir es durchführen würden - niemals", so Jennifer Trosper, Projektleiterin am Jet Propulsion Laboratory der NASA.
In der Region 'Séítah'...
...findet sich der Problemstein 'Issole'
Ausschütten und einmal rütteln
Ist für die Entwicklung solcher Lösungen noch echte Kreativität gefordert, klingt die Durchführung dann so banal wie das ursprüngliche Problem: "Wir haben gestern Befehle nach oben geschickt, und im Laufe des heutigen Tages wird der Roboterarm des Rovers einfach das offene Ende des Probenrohrs auf die Marsoberfläche richten und die Schwerkraft den Rest erledigen lassen", so Trosper.Zweiter Schritt der "Strategie zur Reduzierung von Störungen durch Kieselsteine": Das Bohrkopf-Karussell wird dazu angewiesen, zwei vorsichtige Drehungen vorzunehmen, um sich von möglichen Steinresten zu befreien. Einfach formuliert: Perseverance versucht, den aktuellen Bohrkern auszuleeren und sich dann einmal kräftig zu schütteln. Ob das Manöver geklappt hat, will die NASA in dieser Woche mitteilen. Eines ist laut Trosper aber sicher: "Im Großen und Ganzen lassen wir bei der Suche nach diesen vier Kieselsteinen keinen Stein auf dem anderen."
Siehe auch:
- Perseverance findet Hinweise, dass es auf dem Mars 'lange' Wasser gab
- Perseverance: Rover verstaut erste Probe des Marsbodens für die Erde
- Schreckmoment auf Mars: Perseverances erster Bohrversuch gescheitert
- Perseverance: So klingt es, wenn ein Rover auf dem Mars fährt
- Fahrprüfung bestanden: Perseverance macht Meter auf dem Mars
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