Tinder-Urteil Niederlande:
Apple muss alternativen Zahldienst erlauben
Apples App Store-Regeln für Entwickler und Zahlungsabwicklungen verstoßen laut niederländischer Aufsichtsbehörde gegen das Wettbewerbsrecht. Die Behörde hat nun Apple unter Androhung einer 50 Millionen Euro-Strafe aufgefordert, diverse Änderungen einzuführen.
Das dürfte jetzt interessant werden: Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat die oberste niederländische Wettbewerbsbehörde Apple einen Verstoß gegen die Wettbewerbsgesetze des Landes vorgeworfen. Es geht dabei vorrangig um die Zahlungspolitik des iPhone-Herstellers im App Store - die Behörde habe daher grundlegende Änderungen angeordnet. Falls Apple dem nicht nachkommt, droht eine Strafe in Höhe von 50 Millionen Euro.
Diese Store-Richtlinien stehen dabei weltweit seit Jahren im Visier von Behörden und Gesetzgebern. Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) leitete laut Reuters schon im Jahr 2019 eine Untersuchung ein: Es solle geklärt werden, ob die Praktiken von Apple einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung darstellen. Später wurde der Umfang der Untersuchung reduziert, um sich hauptsächlich auf Dating-Apps zu konzentrieren, einschließlich des Tinder-Eigentümers Match Group Inc (MTCH.O).
"Wir sind mit der von der ACM erlassenen Anordnung nicht einverstanden und haben Berufung eingelegt", sagte Apple in einer Erklärung, die Reuters vorliegt. "Apple habe keine marktbeherrschende Stellung auf dem Markt für den Softwarevertrieb in den Niederlanden und investiere enorme Ressourcen, um Entwicklern von Dating-Apps zu helfen, Kunden zu erreichen und im App Store erfolgreich zu sein."
Laut Entscheidung der Regulierungsbehörde muss Apple nun "die unangemessenen Bedingungen in seinem App Store, die für Anbieter von Dating-Apps gelten", ändern. In der Entscheidung wird Apple angewiesen, Anbietern von Dating-Apps die Nutzung alternativer Zahlungssysteme zu gestatten. Apple wurde eine Frist bis zum 15. Januar eingeräumt, um die Änderungen umzusetzen, heißt es. Siehe auch:
In-App-Zahlungssystem muss erweitert werden
Es geht dabei um Apples Praxis, von App-Entwicklern zu verlangen, dass sie sein In-App-Zahlungssystem nutzen. Auch die Provisionen, die Apple für jeden Kauf einkassiert, sind laut den Niederländern nicht mit dem Wettbewerbsrecht konform.Diese Store-Richtlinien stehen dabei weltweit seit Jahren im Visier von Behörden und Gesetzgebern. Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) leitete laut Reuters schon im Jahr 2019 eine Untersuchung ein: Es solle geklärt werden, ob die Praktiken von Apple einen Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung darstellen. Später wurde der Umfang der Untersuchung reduziert, um sich hauptsächlich auf Dating-Apps zu konzentrieren, einschließlich des Tinder-Eigentümers Match Group Inc (MTCH.O).
"Wir sind mit der von der ACM erlassenen Anordnung nicht einverstanden und haben Berufung eingelegt", sagte Apple in einer Erklärung, die Reuters vorliegt. "Apple habe keine marktbeherrschende Stellung auf dem Markt für den Softwarevertrieb in den Niederlanden und investiere enorme Ressourcen, um Entwicklern von Dating-Apps zu helfen, Kunden zu erreichen und im App Store erfolgreich zu sein."
Laut Entscheidung der Regulierungsbehörde muss Apple nun "die unangemessenen Bedingungen in seinem App Store, die für Anbieter von Dating-Apps gelten", ändern. In der Entscheidung wird Apple angewiesen, Anbietern von Dating-Apps die Nutzung alternativer Zahlungssysteme zu gestatten. Apple wurde eine Frist bis zum 15. Januar eingeräumt, um die Änderungen umzusetzen, heißt es. Siehe auch:
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Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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