Amazon Deutschland: "Spenden ist teurer als Entsorgung" von Retouren
Heute ist, das ist auch nur schwer zu übersehen, bekanntlich der Black Friday und das ist für Händler wie Amazon einer der umsatzstärksten Tage. Das war auch eines der zentralen Themen eines Interviews mit Ralf Kleber, dem Deutschland-Chef des Versandhändlers.
Amazon veranstaltet heute, wie eigentlich alle anderen Händler, den Black Friday. Beim Branchenprimus ist das aber längst ein Shopping-Event, das mehrere Tage, ja sogar mehr als eine Woche lang dauert. Viele Menschen kaufen aber mehr oder weniger blind ein und schicken die Produkte dann einfach zurück.
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Das ist ein Problem, das Amazon das ganze Jahr lang beschäftigt und dem Versandhändler auch immer wieder viel Kritik in Bezug auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit einbringt. Denn Retouren werden oftmals vernichtet und nicht ein weiteres Mal verkauft oder gespendet - selbst wenn die Waren noch brandneu sind. Das war auch ein Thema eines Interviews des Handelsblatts mit Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber.
Dennoch kommt es aber immer wieder zu Bildern von Produkten, die sich stapeln, die aber für die Zerstörung vorgesehen sind. Hierzu meint der Amazon-Manager, dass das oftmals die Waren von Marktplatz-Händlern sind: "Wenn ein Verkaufspartner seine Ware entsorgen will, können wir ihn nicht daran hindern."
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Das ist ein Problem, das Amazon das ganze Jahr lang beschäftigt und dem Versandhändler auch immer wieder viel Kritik in Bezug auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit einbringt. Denn Retouren werden oftmals vernichtet und nicht ein weiteres Mal verkauft oder gespendet - selbst wenn die Waren noch brandneu sind. Das war auch ein Thema eines Interviews des Handelsblatts mit Amazon Deutschland-Chef Ralf Kleber.
Entsorgen kostet Geld
Die Wirtschaftszeitung wollte wissen, wie viel tatsächlich in den Schredder wandert und der Amazon-Manager meinte, dass der Anteil der selbst verkauften Produkte, die entsorgt werden müssen, im "Promillebereich" liege. "Wir entsorgen im Prinzip nur Dinge, die aus Gründen der Hygiene oder der Produkthaftpflicht nicht mehr verkauft werden dürfen", sagt Kleber. "Das Entsorgen von Ware bedeutet ja auch das Entsorgen von Geld - das können wir als Händler allein aus wirtschaftlichen Gründen nicht wollen."Dennoch kommt es aber immer wieder zu Bildern von Produkten, die sich stapeln, die aber für die Zerstörung vorgesehen sind. Hierzu meint der Amazon-Manager, dass das oftmals die Waren von Marktplatz-Händlern sind: "Wenn ein Verkaufspartner seine Ware entsorgen will, können wir ihn nicht daran hindern."
Umsatzsteuer auf Spenden
Kleber sieht hier aber auch gesetzlichen Nachholbedarf. Denn für Produkte, die gespendet werden, wird Umsatzsteuer fällig und damit werde vielfach das Spenden teurer als die Entsorgung "und viele kleine Händler können sich das schlicht nicht leisten".
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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