Bessere Satelliten: Jodantrieb zeigt erstmals im All sein großes Potenzial

Es ist ein großer Erfolg, der die Zukunft von Satelliten prägen könnte. Bei einem Test im Weltraum konnte sich ein Antrieb mit Jod-Treibstoff jetzt erstmals unter realen Bedingungen beweisen und sofort überzeugen. Es gibt viele Vorteile im Vergleich mit etablierten Systemen.

Satelliten setzen in Zukunft vielleicht immer öfter auf Jod-Antriebe

Für Flüge im Weltraum sind die Eigenschaften von Treibstoffen und Triebwerken von entscheidender Bedeutung. Welches System man dabei einsetzt, ist natürlich stark von den Zielsetzungen der Mission abhängig, die technischen Anforderungen an die Lagerung vieler Antriebsmittel sind aber oft hochkomplex. Hier konnten die Entwickler des französischen Raumfahrtunternehmens ThrustMe jetzt eine spannende, weit weniger aufwendige Alternative erfolgreich erstmals im All testen.
TrustMe Jodantrieb für SatellitenJod-Antrieb: Nach Tests auf der Erde... TrustMe Jodantrieb für Satelliten...jetzt auch im All erfolgreich
Viele Satelliten setzen aktuell auf Xenon als Antriebsmittel, das Edelgas ist aber sehr selten und deshalb sehr teuer in der Produktion. Darüber hinaus muss das Gas in entsprechenden Hochdruckbehältern mitgeführt werden, was einen komplexen Aufbau des Antriebssystems unabdingbar macht. Genau hier setzt ThrustMe mit seinem Jod-Antrieb an.

Das chemische Element kann in Form eines festen Blocks mitgeführt und dann mit Erhitzung in Gas verwandelt werden. Erster Vorteil: Die Speichersysteme für den Treibstoff sind um ein vielfaches einfacher aufgebaut, als das bei Xenon nötig ist. Darüber hinaus konnten die Entwickler bei ihrem ersten Flug mit einem kleinen Cubesat zeigen, dass das System auch bei der Gesamtenergieeffizienz leicht besser abschneidet als Xenon-Systeme.

Weniger Müll

"Wenn wir eine nachhaltige Weltraumforschung wollen, bei der wir nicht so viel Weltraummüll produzieren wie heute, müssen wir alle Satelliten mit Antriebssystemen ausstatten, selbst die kleinsten", so Dmytro Rafalskyi von ThrustMe laut New Scientist. So wäre es allen Satelliten möglich, am Ende ihrer Lebensdauer nicht in der Umlaufbahn zu verbleiben, sondern kontrolliert einen Absturz in die Atmosphäre herbeizuführen. "Es scheint, dass Jod einer der Wege ist, dieses Ziel zu erreichen." Satellit, Jod, ThrustMe, Jod-Antrieb, Cube-Sat Satellit, Jod, ThrustMe, Jod-Antrieb, Cube-Sat ThrustMe
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