iOS-Tracking-Schutz lässt in Apples Werbe-Abteilung die Kasse klingeln
Die strengen Anti-Tracking-Richtlinien, die Apple auf seiner iOS-Plattform durchsetzte, sind keineswegs vor allem ein Gewinn für die User. Der eigentliche Profiteur dessen ist das hauseigene Werbe-Netzwerk des US-amerikanischen Konzerns.
Seit der Einführung der App Tracking Transparency ist es für werbefinanzierte Angebote deutlich schwieriger geworden, die bisherige Werbevermarktung innerhalb von iOS-Apps fortzuführen. Denn das Tracking der User ist ein wesentlicher Baustein der Anzeigen-Branche und Apple hat die Möglichkeiten, User ohne ihre Zustimmung zu durchleuchten, deutlich eingeschränkt.
Das Unternehmen verkauft das nach außen natürlich als wichtige Maßnahme zum Schutz der Privatsphäre. Und man kann sich insbesondere auch gut vom großen Konkurrenten Android abgrenzen, dessen gesamtes Geschäftsmodell darauf ausgelegt ist, möglichst gut Werbung an Anwender auszuliefern und die Vermarktung von Anzeigenplätzen zu optimieren. Allerdings profitiert Apple keineswegs nur über das datenschutzfreundliche Image von den neuen Richtlinien, sondern auch durch das Zurückdrängen von Konkurrenten, wie aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht.
Hinzu kommt, dass die strengen Richtlinien, die Apple fremden Werbenetzwerken auferlegt, für den eigenen Service wohl nicht gelten. So können Werbetreibende noch immer so zielgenau Anzeigen ausspielen, wie sie es bei anderen Angeboten seit der Einführung der neuen Richtlinien nicht mehr können. So versuchte Chris Stevens, der Marketing-Chef der Parkplatz-Buchungs-App SpotHero, herauszufinden, ob das Apple-eigene System den Klauseln des Tracking-Schutzes entspricht - darauf habe er aber nur Schweigen statt Antworten erhalten.
Siehe auch:
Das Unternehmen verkauft das nach außen natürlich als wichtige Maßnahme zum Schutz der Privatsphäre. Und man kann sich insbesondere auch gut vom großen Konkurrenten Android abgrenzen, dessen gesamtes Geschäftsmodell darauf ausgelegt ist, möglichst gut Werbung an Anwender auszuliefern und die Vermarktung von Anzeigenplätzen zu optimieren. Allerdings profitiert Apple keineswegs nur über das datenschutzfreundliche Image von den neuen Richtlinien, sondern auch durch das Zurückdrängen von Konkurrenten, wie aus einem Bericht der Financial Times hervorgeht.
Regeln gelten nur für andere
Demnach hat der eigene Search Ads-Dienst in den letzten Monaten massiv zugelegt. Vor einem Jahr wurden beispielsweise noch 17 Prozent aller App-Downloads durch einen Klick auf eine Anzeige eingeleitet, die über Apples eigenen Werbe-Dienst ausgeliefert wurde. Nach der Einführung des Tracking-Schutzes steigerte sich der Wert auf nun 58 Prozent. In diesem Jahr wird der Konzern so voraussichtlich fünf Milliarden Dollar Umsatz mit seinem Anzeigengeschäft einfahren, binnen der kommenden drei Jahre könnte sich der Wert auf 20 Milliarden Dollar steigern. "Das ist als wären die Apple Search Ads binnen eines Jahres vom Spielen in den unteren Ligen zum World Series-Gewinner aufgestiegen", zitiert die Zeitung Alex Bauer vom Marketing-Unternehmen Branch.Hinzu kommt, dass die strengen Richtlinien, die Apple fremden Werbenetzwerken auferlegt, für den eigenen Service wohl nicht gelten. So können Werbetreibende noch immer so zielgenau Anzeigen ausspielen, wie sie es bei anderen Angeboten seit der Einführung der neuen Richtlinien nicht mehr können. So versuchte Chris Stevens, der Marketing-Chef der Parkplatz-Buchungs-App SpotHero, herauszufinden, ob das Apple-eigene System den Klauseln des Tracking-Schutzes entspricht - darauf habe er aber nur Schweigen statt Antworten erhalten.
Siehe auch:
Thema:
Beliebt im Preisvergleich
- Handys ohne Vertrag:
Videos zum Thema iOS
Beiträge im Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- iPhone Air 2: Apple behebt die zwei größten Mankos des Vorgängers
- 24 Mrd. Datensätze offen im Netz: Riesiges Passwort-Archiv entdeckt
- Top-Tarif im O2-Netz: Jetzt 25 GB 5G dauerhaft für nur 4,99 Euro
- Microsoft Edge erlaubt bald den Login mit einem Google-Konto
- Tim Cook warnt: Preise für Apple-Produkte werden bald deutlich steigen
- Minus 15 Prozent: Speicherkrise trifft die Smartphone-Hersteller hart
- Massiver Firewall-Hack: Viele der wichtigsten Netze der Welt geknackt
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen