Konkurrent & Partner: Wie Microsoft PC-Hersteller trotz Surface umgarnt
Microsoft konkurriert seit fast 10 Jahren direkt mit seinen Hardware-Partnern, indem man selbst eigene PCs in Form der Surface-Serie anbietet. Panos Panay, der das Windows- und das Surface-Team gleichermaßen leitet, hat jetzt verraten, wie er die Partner trotzdem zufriedenstellen will.
Im Zuge des offiziellen Markstarts von Windows 11 hat Panos Panay, der inzwischen nicht mehr nur Chef der Surface-Sparte von Microsoft ist, sondern auch das Geschäft rund um das Betriebssystem Windows leitet, im Gespräch mit dem US-Nachrichtensender CNBC erklärt, wie er in seinem Alltag damit umgeht, dass Microsoft eigentlich direkt mit den PC-Herstellern konkurriert, ihnen aber gleichzeitig Windows als Betriebssystem verkauft.
Er verbringe ungefähr gleich viel Zeit damit, sich jeweils um das Surface-Team und das Geschäft mit Windows zu kümmern. Panay ließ aber offen, welches der beiden Geschäftsfelder von Microsoft für ihn die größere Rolle spielt. Bisher erwirtschaftet Windows mit knapp 13 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr nach Schätzungen von Marktbeobachtern noch immer rund das Doppelte von dem, was Microsoft jährlich mit der Surface-Hardware umsetzt.
Gegenüber den PC-Hersteller setzt Panay vor allem darauf, für die Partner und sich selbst die gleichen Voraussetzungen zu schaffen, wird ein Lenovo-Manager zitiert. Microsoft verschaffe sich aus Sicht des Betriebssystems keinen Vorteil, etwa durch die exklusive Verfügbarkeit von bestimmten Features nur auf Surface-Hardware. Außerdem agiere Microsoft unter Panay deutlich offener und transparenter als zuvor, hieß es von Lenovo.
Panay selbst erklärte, er habe sich direkt nach seinem Amtsantritt als Chef von Windows auch darum gekümmert, besser mit den Partnern von Microsoft zu kommunizieren. So gab es Treffen mit AMD und Intel, Lenovo und Samsung sowie diversen anderen PC-Herstellern. Man wolle dabei herausfinden, was die Kunden sich wünschen, also in diesem Fall die Gerätehersteller. Das Gleiche gelte auch für das Surface-Geschäft - was wünscht sich der Kunde? Letztlich seien sie alle Windows-Kunden, so Panay.
Panay verbringt jeweils die Hälfte seiner Zeit mit Windows bzw. Surface
Panay muss in seiner Doppelrolle als Chef von Windows und Surface die PC-Hersteller einerseits dazu bringen, Microsofts Betriebssystem zu vermarkten und auf ihren Geräten zu nutzen, während der Softwarekonzern mit der Surface-Hardware eigentlich in direkter Konkurrenz zu ihnen steht. Anders als andere Manager vor ihm, setzt Panay nach eigenen Angaben auf eine fast schon freundschaftliche Beziehung zu den Geräteherstellern.Er verbringe ungefähr gleich viel Zeit damit, sich jeweils um das Surface-Team und das Geschäft mit Windows zu kümmern. Panay ließ aber offen, welches der beiden Geschäftsfelder von Microsoft für ihn die größere Rolle spielt. Bisher erwirtschaftet Windows mit knapp 13 Milliarden Dollar Umsatz pro Jahr nach Schätzungen von Marktbeobachtern noch immer rund das Doppelte von dem, was Microsoft jährlich mit der Surface-Hardware umsetzt.
Panay: OEM-Geräte ermöglichen große Auswahl für Kunden
Für Panay bedeutet der Vertrieb von Windows 11 auf seinen eigenen und den Geräten der Hardware-Partner vor allem eines: dass die Kunden eine große Auswahl haben. OEMs würden nicht einfach nur Auswahl bieten, sondern könnten dem Kunden die Möglichkeit bieten, das richtige Gerät für genau ihr Einsatzfeld zu finden. Damit gebe es nicht einfach nur eine Vielzahl praktisch gleicher Produkte, sondern eben spezifische Konfigurationen, so dass jeder Kunde genau das Gerät finden könne, das er sich wünscht.Gegenüber den PC-Hersteller setzt Panay vor allem darauf, für die Partner und sich selbst die gleichen Voraussetzungen zu schaffen, wird ein Lenovo-Manager zitiert. Microsoft verschaffe sich aus Sicht des Betriebssystems keinen Vorteil, etwa durch die exklusive Verfügbarkeit von bestimmten Features nur auf Surface-Hardware. Außerdem agiere Microsoft unter Panay deutlich offener und transparenter als zuvor, hieß es von Lenovo.
Panay setzt vor allem auf Kommunikation
Dies bedeutet, dass die Chefs der beiden Konzerne vier bis sechs Mal pro Jahr miteinander sprechen, während Teams der Mitarbeiter monatlich oder sogar halbmonatlich in Kontakt stehen. Auch bei der Entwicklung von Windows 11 seien die PC-Hersteller auf eine offene und kooperative Art und Weise eingebunden gewesen, so der Lenovo-Manager.Panay selbst erklärte, er habe sich direkt nach seinem Amtsantritt als Chef von Windows auch darum gekümmert, besser mit den Partnern von Microsoft zu kommunizieren. So gab es Treffen mit AMD und Intel, Lenovo und Samsung sowie diversen anderen PC-Herstellern. Man wolle dabei herausfinden, was die Kunden sich wünschen, also in diesem Fall die Gerätehersteller. Das Gleiche gelte auch für das Surface-Geschäft - was wünscht sich der Kunde? Letztlich seien sie alle Windows-Kunden, so Panay.
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