Amazon macht jetzt in Versicherungen, für Käufer ist das ein Rückschritt
Amazon hat ein neues Geschäftsgebiet für sich entdeckt. In den USA startet der Konzern als Anbieter für Produkthaftpflichtversicherungen für Geräte, die über Amazon verkauft werden. Das soll dem Kundenschutz dienen, aber Amazon höhlt das Angebot aus.
Das perfide dabei: Für Amazon ist es ein doppelt lukratives Geschäft. Dafür hat Amazon allerdings auch eine Richtlinie geändert, sodass Verkäufer später als bislang eine solche Versicherung vorweisen müssen, um bei Amazon verkaufen zu können. Das geht aus einem Bericht der Süddeutschen hervor. Dabei handelt es sich um einen Test für den US-Heimatmarkt von Amazon. Eine Ausweitung ist geplant, aber es ist noch nichts Genaues dazu bekannt.
Infografik: Wenn Sie 1997 in Amazon investiert hätten...
Amazon hatte dabei vor Kurzem die umfangreiche Partnerschaft mit dem Versicherungsmakler Marsh enthüllt. Auch die Münchner Rückversicherer Munich Re ist mit an Bord. Gemeinsam bietet man nun eine Produkthaftpflichtversicherung an, die darauf abzielt, kleineren gewerblichen Verkäufern zu einer erschwinglichen Produkthaftpflichtversicherung zu verhelfen, heißt es. Durch den neuen Amazon Insurance Accelerator können in den USA ansässige Kleinunternehmer Angebote zur Produkthaftung einholen und eine Police abschließen, die ihren Bedürfnissen und den neuen Deckungsanforderungen von Amazon entspricht.
Damit werden nun kleinere Unternehmen später als bisher zu der Versicherungspflicht herangezogen, was für die Endkunden eine Verschlechterung bedeutet.
Amazon übernimmt in Schadensfällen, bei denen ein mit der neuen Police abgedecktes Produkt einen Sach- oder Personenschaden verursacht hat, künftig die Abwicklung auch direkt, sodass sich Kunden nicht an den Anbieter, sondern an den Amazon-Support wenden können. Zudem werden Schäden bis zu 1000 US-Dollar direkt von Amazon übernommen, ohne dass die Händler zu einer Rückerstattung verpflichtet werden. Für Kunden soll es damit einfacher und transparenter werden, Rechte einzufordern.
Weitere interessante News zum Thema ... in unserem großen Amazon-Special
Amazon hatte dabei vor Kurzem die umfangreiche Partnerschaft mit dem Versicherungsmakler Marsh enthüllt. Auch die Münchner Rückversicherer Munich Re ist mit an Bord. Gemeinsam bietet man nun eine Produkthaftpflichtversicherung an, die darauf abzielt, kleineren gewerblichen Verkäufern zu einer erschwinglichen Produkthaftpflichtversicherung zu verhelfen, heißt es. Durch den neuen Amazon Insurance Accelerator können in den USA ansässige Kleinunternehmer Angebote zur Produkthaftung einholen und eine Police abschließen, die ihren Bedürfnissen und den neuen Deckungsanforderungen von Amazon entspricht.
Gut für Verkäufer, schlechter für Kunden?
Das neue Amazon Insurance Accelerator-Programm ist allerdings ein zweischneidiges Schwert. Denn eine neue Richtlinie von Amazon verlangt von Drittverkäufern, dass sie eine Produkthaftpflichtversicherung abschließen, sobald sie 10.000 US-Dollar Umsatz in einem Monat auf Amazon erreichen. Bisher lag diese Grenze bei drei Monaten. Für die Verkäufer soll es, ersten Berichten zufolge, aber deutlich günstiger kommen, das Amazon Insurance Accelerator-Programm zu nutzen, als sich bei einem unabhängigen Anbieter abzusichern.Damit werden nun kleinere Unternehmen später als bisher zu der Versicherungspflicht herangezogen, was für die Endkunden eine Verschlechterung bedeutet.
Amazon übernimmt in Schadensfällen, bei denen ein mit der neuen Police abgedecktes Produkt einen Sach- oder Personenschaden verursacht hat, künftig die Abwicklung auch direkt, sodass sich Kunden nicht an den Anbieter, sondern an den Amazon-Support wenden können. Zudem werden Schäden bis zu 1000 US-Dollar direkt von Amazon übernommen, ohne dass die Händler zu einer Rückerstattung verpflichtet werden. Für Kunden soll es damit einfacher und transparenter werden, Rechte einzufordern.
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