Boeing Starliner: Erneut peinliche Pannen, wieder Monate Verzögerung
Während SpaceX mit der Dragon Crew-Kapsel routiniert die ISS mit Astronauten anfliegt, reißt die Pannenserie bei Boeing einfach nicht ab. Monate nach einem völlig verpatzten Testflug wollte man sich jetzt bewähren, schafft es mit dem Starliner aber nicht mal bis zum Start.
Das Andocken an die ISS ...
...klappt bisher nur in der Animation
Boeing hatte nach Abbruch des geplanten Starts zunächst nur mitgeteilt, dass man ein Problem mit einem Ventil genauer untersuchen wolle, das bei der routinemäßigen Vorflugkontrolle nicht ordnungsgemäß funktioniert habe. In dieser Woche teilte das Unternehmen nach einer ausführlichen Analyse mit: Nicht eines, sondern gleich 13 Ventile des Antriebssystems hatten ihren Dienst schon vor dem Flug verweigert und sich bei einem Check nicht ordnungsgemäß geöffnet.
Die Ursache für die Fehlfunktion der Ventile ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht geklärt, Boeing hatte in einem früheren Statement laut SpaceNews mitgeteilt, dass man Softwareprobleme ausgeschlossen habe. Eine Möglichkeit, die aktuell untersucht wird: das Eindringen von Wasser während eines schweren Gewitters kurz nach dem Ausrollen der Rakete zum Startplatz am 2. August könnte die Schäden verursacht haben - für ein Vehikel, das extremsten Bedingungen widerstehen muss, wäre das aber sicher kein gutes Zeichen.
Bei Boeing liegt einiges im Argen, an einen Start ist nicht zu denken
Die Entwicklungsgeschichte der Boeing-Raumkapsel Starliner kann man schon jetzt ohne Übertreibung als desaströs bezeichnen. Ein wichtiger Test Anfang 2020 war so spektakulär gescheitert, dass die NASA nach einer Untersuchung "katastrophales Versagen" attestiert hatte. Fast eineinhalb Jahre und viele Anpassungen später sollte sich Starliner jetzt Anfang des Monats endlich in einem erneuten Testflug bewähren - und scheiterte wieder spektakulär.
Das Andocken an die ISS ...
...klappt bisher nur in der Animation
Boeing hatte nach Abbruch des geplanten Starts zunächst nur mitgeteilt, dass man ein Problem mit einem Ventil genauer untersuchen wolle, das bei der routinemäßigen Vorflugkontrolle nicht ordnungsgemäß funktioniert habe. In dieser Woche teilte das Unternehmen nach einer ausführlichen Analyse mit: Nicht eines, sondern gleich 13 Ventile des Antriebssystems hatten ihren Dienst schon vor dem Flug verweigert und sich bei einem Check nicht ordnungsgemäß geöffnet.
Die Ursache für die Fehlfunktion der Ventile ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht geklärt, Boeing hatte in einem früheren Statement laut SpaceNews mitgeteilt, dass man Softwareprobleme ausgeschlossen habe. Eine Möglichkeit, die aktuell untersucht wird: das Eindringen von Wasser während eines schweren Gewitters kurz nach dem Ausrollen der Rakete zum Startplatz am 2. August könnte die Schäden verursacht haben - für ein Vehikel, das extremsten Bedingungen widerstehen muss, wäre das aber sicher kein gutes Zeichen.
Es werden wieder Monate vergehen
"In den vergangenen Tagen hat sich unser Team die nötige Zeit genommen, um sicher auf die betroffenen Ventile zuzugreifen und sie zu testen", sagte John Vollmer, ein verantwortlicher Boeing-Manager. Doch wie Fox Business vermeldet, werden die erforderlichen Reparaturen und Tests wohl nicht durchgeführt werden können, ohne die Kapsel erneut von der Antriebsstufe zu heben. Mit der Sache vertraute Quellen rechnen zum aktuellen Zeitpunkt damit, dass es erneut "mehrere Monate" dauern wird, bis Boeing die erforderlichen Anpassungen am Starliner vornehmen kann.
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