Internet via Satellit: Facebook gibt auf - Amazon schlägt direkt zu
Meist ist das Ende des Einen der Beginn etwas Anderen, so auch hier: Facebooks Pläne für ein eigenes System für Internet-Anbindungen via Satellit sind Geschichte. Das komplette Team arbeitet allerdings weiter - nun aber für Amazon.
Der kalifornische Social Media-Konzern hat die gesamte Abteilung an den Handels-Giganten aus Seattle verkauft, berichtet das US-Magazin Engadget. Amazon arbeitet bereits seit einiger Zeit an einem eigenen Netzwerk von Telekommunikations-Satelliten. Das "Project Kuiper" ist aber praktisch noch nicht nutzbar. Das könnte durch die Integration der bisher für Facebook tätigen Experten nun aber schneller gehen, als zuletzt absehbar war.
Vorreiter auf dem Gebiet ist aktuell Starlink von SpaceX, das bereits nahezu weltweit nutzbar ist, um breitbandige Internet-Anbindungen mit vergleichsweise niedrigen Latenzen zu bekommen. Amazon nimmt sich beim Aufbau seines Konkurrenten aber mehr Zeit: Bis 2029 will der Konzern 3236 Satelliten im Orbit haben, die Hälfte davon bis 2026, was schon ein funktionierendes Netzwerk ergeben würde. Zwölf weltweit verteilte Bodenstationen sollen für die Verbindung zur Daten-Infrastruktur auf der Erde sorgen.
Allerdings war es nicht einfach, Genügend Fachkräfte für dieses Projekt zu bekommen. Rund 500 Mitarbeiter sind aktuell an einem Standort in Redmond für Project Kuiper tätig. 200 Stellen sind noch ausgeschrieben, konnten bisher aber nicht besetzt werden. Da dürfte Amazon der Ausstieg Facebooks aus dem Rennen um Satelliten-Internet gelegen gekommen sein. Von Kalifornien aus werden die Leute dort nun für den bisherigen Konkurrenten arbeiten.
Vorreiter auf dem Gebiet ist aktuell Starlink von SpaceX, das bereits nahezu weltweit nutzbar ist, um breitbandige Internet-Anbindungen mit vergleichsweise niedrigen Latenzen zu bekommen. Amazon nimmt sich beim Aufbau seines Konkurrenten aber mehr Zeit: Bis 2029 will der Konzern 3236 Satelliten im Orbit haben, die Hälfte davon bis 2026, was schon ein funktionierendes Netzwerk ergeben würde. Zwölf weltweit verteilte Bodenstationen sollen für die Verbindung zur Daten-Infrastruktur auf der Erde sorgen.
Endich genug Leute
Amazon will insgesamt rund 10 Milliarden Dollar in das Projekt investieren. Eine Genehmigung für den Betrieb durch die Luftfahrbehöhrde FAA gibt es auch schon. Ebenso Verträge mit der United Launch Alliance, die die Satelliten mit ihren Atlas V-Raketen in den Orbit bringen soll.Allerdings war es nicht einfach, Genügend Fachkräfte für dieses Projekt zu bekommen. Rund 500 Mitarbeiter sind aktuell an einem Standort in Redmond für Project Kuiper tätig. 200 Stellen sind noch ausgeschrieben, konnten bisher aber nicht besetzt werden. Da dürfte Amazon der Ausstieg Facebooks aus dem Rennen um Satelliten-Internet gelegen gekommen sein. Von Kalifornien aus werden die Leute dort nun für den bisherigen Konkurrenten arbeiten.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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