Google Play Store geht gegen irreführende App, Namen und Icons vor
Einer der großen Vorteile des Play Store von Google, seine Offenheit, ist auch eine der größten Nachteile: Denn während Apple die Zügel straff in der Hand hält, ist Google etwas flexibler, was das Zulassen von Apps betrifft. Doch das wird oft ausgenützt und nun wird Google tätig.
Apps, die man Klone nennen kann, gibt es im Google Play Store tausendfach, diese kann man im besten Sinn als Spam-Anwendungen bezeichnen, im schlimmsten Fall als betrügerisch. Diese unterscheiden sich oftmals nur in kleinen Details von ihren Vorbildern oder Konkurrenten, verfolgen aber stets das Ziel, sich in der Suche prominent vor allen anderen zu platzieren.
Die Maßnahmen treten allerdings nicht sofort in Kraft, sondern erst in der zweiten Jahreshälfte. Ab diesem Zeitpunkt ist Folgendes vorgeschrieben bzw. empfohlen:
Im Blog legt Google den Entwicklern dringend nahe, informative Screenshots zu verwenden und auf wenig aussagekräftige Bilder voller Schlagworte und Worthülsen zu verzichten. Apps, die diese Punkte nicht erfüllen, werden allerdings nicht aus dem Play Store geworfen, vielmehr werden sie von prominenten Positionen ausgeschlossen.
Qualitäts-App aufwerten
Google hat nun im Android Developers Blog einen ganzen Katalog an Maßnahmen vorgestellt (via Android Police), der sich gegen Klon-Apps und ähnliche richtet. Der Suchmaschinenriese will damit die Qualität der Apps und die Auffindbarkeit hochwertiger Anwendungen im Play Store verbessern - im Umkehrschluss will Google aber eben auch jene Apps abwerten, die diese Regeln nicht berücksichtigen.Die Maßnahmen treten allerdings nicht sofort in Kraft, sondern erst in der zweiten Jahreshälfte. Ab diesem Zeitpunkt ist Folgendes vorgeschrieben bzw. empfohlen:
- App-Titel dürfen nicht länger als 30 Zeichen sein
- Unnötige Beschreibungen wie "kostenlos", "schnell" und "jetzt herunterladen" sind untersagt
- Keine unnötige Großschreibung (außer sie ist Teil eines Markennamens), Zeichensetzung, Emoji oder Emoticons
- Kein Text oder Bilder, die auf die Performance oder das Ranking im Play Store hinweisen, wie etwa "Nummer-1-Rennspiel"
- Keine irreführenden Elemente im App-Symbol oder in den Screenshots
Im Blog legt Google den Entwicklern dringend nahe, informative Screenshots zu verwenden und auf wenig aussagekräftige Bilder voller Schlagworte und Worthülsen zu verzichten. Apps, die diese Punkte nicht erfüllen, werden allerdings nicht aus dem Play Store geworfen, vielmehr werden sie von prominenten Positionen ausgeschlossen.
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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