Haven: Amazons große Gesundheits-Revolution ist kläglich gescheitert
Amazon ist mit seinem Vorhaben, auch den Gesundheits-Sektor durch eine regelrechte Revolution zu führen, endgültig gescheitert. Das dafür gegründete Unternehmen namens Haven wird jetzt vollständig abgewickelt.
Vor drei Jahren startete Amazon das Projekt und tat sich hierfür mit den Investmentbanken Berkshire Hathaway und JPMorgan Chase zusammen. Gemeinsam wollten diese im Gesundheits-Sektor eine wesentlich bessere Versorgung zu deutlich geringeren Kosten realisieren. Wie der US-Sender CNBC erfahren hat, muss das Vorhaben nun allerdings als gescheitert angesehen werden.
Gestern habe man bei Haven begonnen, die Mitarbeiter darüber zu informieren, dass die Firma Ende Februar ihre Arbeit einstellen wird. Die meisten der 57 Beschäftigten sollen immerhin bei den drei Projektpartnern neue Arbeitsverträge angeboten bekommen. Die drei Unternehmen wollen auch zukünftig im Gesundheits-Bereich zusammenarbeiten, allerdings gibt es hierfür noch keine konkreten Planungen.
Raus kam am Ende aber kaum etwas. Das soll zum Teil daran gelegen haben, dass die Projektpartner zwar einige Ideen hatten, letztlich aber jeder für sich an der Umsetzung arbeitete. Besondere Schlagkraft konnte sich so nicht entfalten. Hinzu kam schlicht die Tatsache, dass das Segment ziemlich große Beharrungskräfte mitbringt. Das komplexe System aus Ärzten, Versicherern, Pharma-Firmen und den zahlreichen zwischen ihnen tätigen Mittelsmännern lässt sich schlicht nicht einfach mal komplett umkrempeln.
Gestern habe man bei Haven begonnen, die Mitarbeiter darüber zu informieren, dass die Firma Ende Februar ihre Arbeit einstellen wird. Die meisten der 57 Beschäftigten sollen immerhin bei den drei Projektpartnern neue Arbeitsverträge angeboten bekommen. Die drei Unternehmen wollen auch zukünftig im Gesundheits-Bereich zusammenarbeiten, allerdings gibt es hierfür noch keine konkreten Planungen.
Es hat nicht gereicht
Als der Start und die Ziele von Haven vor drei Jahren verkündet wurden, sorgte dies in der US-Gesundheitsbranche für eine regelrechte Schockwelle. Immerhin hatten sich hier drei sehr finanzkräftige Unternehmen zusammengetan, um den Sektor auf den Kopf zu stellen. Die Aktienkurse diverser etablierter Anbieter in dem Bereich legten erst einmal einen Sturzflug hin.Raus kam am Ende aber kaum etwas. Das soll zum Teil daran gelegen haben, dass die Projektpartner zwar einige Ideen hatten, letztlich aber jeder für sich an der Umsetzung arbeitete. Besondere Schlagkraft konnte sich so nicht entfalten. Hinzu kam schlicht die Tatsache, dass das Segment ziemlich große Beharrungskräfte mitbringt. Das komplexe System aus Ärzten, Versicherern, Pharma-Firmen und den zahlreichen zwischen ihnen tätigen Mittelsmännern lässt sich schlicht nicht einfach mal komplett umkrempeln.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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