Huawei blutet wegen US-Embargo:
Konkurrenten gehen volles Risiko ein

Weil Huawei derzeit in Folge der massiven Auswirkungen des US-Embar­gos Marktanteile im Smartphone-Bereich verliert, wollen diver­se Kon­kur­ren­ten profitieren. Die großen Smartphone-Hersteller gehen des­halb jetzt große Risiken ein und kaufen im großen Stil Komponenten.
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Huawei / WinFuture
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes berichtet, haben alle wirklich relevanten Konkurrenten von Huawei jüngst begonnen, verstärkt in den Kauf von diversen Komponenten für den Bau ihrer Geräte zu investieren. Weil die Hersteller im großen Stil die Marktanteile von Huawei übernehmen wollen, sind sie offenbar bereit, beim Einkauf der Teile ein Risiko einzugehen.

Glücksspiel mit Chip-Einkauf

Dem Bericht zufolge haben Samsung, Xiaomi, Oppo und Vivo gleichermaßen die bei den Zulieferern bestimmter Komponenten abgegebenen Bestellungen stark erhöht. So sollen die Konkurrenten deutlich mehr Treiber-Chips für LCDs einkaufen und dabei sogar mehr Chips bestellt haben, als zuvor an Huawei geliefert wurden. Die Hersteller bauen dadurch große Lagerbestände auf, ohne zu wissen, ob sie tatsächlich entsprechende Stückzahlen fertiger Smartphones bauen und verkaufen können.

Das Gleiche gilt dem Vernehmen nach auch für andere Chips wie etwa für Umbegungslicht-Sensoren. Teilweise sollen die Hersteller aber auch versuchen, sich die Verfügbarkeit der von ihnen benötigten Chips zu sichern, weil deren Lieferanten aufgrund der hohen Nachfrage Probleme haben, ausreichende Mengen zu produzieren.

Die Gerätehersteller kaufen also derzeit auf gut Glück große Stückzahlen von Chips ein, ohne sicher sein zu können, ob sie im hart umkämpften Markt tatsächlich die Anteile von Huawei für sich erobern können. Die Firmen riskieren damit den Aufbau beträchtlicher Lagerbestände, ohne zu wissen, ob sie die geplanten Stückzahlen fertiger Geräte letztlich auch loswerden. Gelingt dies nicht, müssen sie vermutlich bald reduzierte Preise anbieten, um mehr fertige Smartphones zu verkaufen und so drohende Verluste zu vermeiden.
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