Fotobücher im Test: Gute Qualität, doch mangelhaft beim Datenschutz

Die Stiftung Warentest hat die Anbieter von Fotobüchern unter die Lupe genommen und dabei eklatante Sicherheitslücken bei der Bildüber­tra­gung und beim Datenschutz gefunden. Die Unternehmen haben laut den Testern aber nachgebessert.
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Wer eine Familienfeier, den Urlaub oder einfach nur die schönsten Schnappschüsse für immer ausgedruckt festhalten möchte, greift gern zu einem Fotobuch. Anbieter gibt es mittlerweile viele, die sich auf die Gestaltung der Bücher in großer Auswahlmöglichkeit mit einer Software für PC oder Smartphone spezialisiert haben. Daher ist die Stiftung Warentest nun der Frage nachgegangen, welche Dienste man empfehlen kann und bei welchen man sein Geld besser gespart hätte. Dabei kamen sie im ersten Testdurchlauf zu einem interessanten Ergebnis: sieben der zwölf getesteten Anbieter hatten teils mit erheblichen Mängeln bei der Sicherheit zu kämpfen. Cewe, dm, FotoInsight, Myposter, Pixum, PosterXXL und Tchibo erhielten in diesem Punkt die Note "Mangelhaft", besserten aber größtenteils schon nach. Vier Anbieter sind aber gut bewertet worden:

Lidl Aldi Foto Saal Digital Rossmann
Gesamtbewertung Gut 2,0 Gut 2,1 Gut 2,1 Gut 2,3
Bild/Verarbeitungsqualität Note 2,4 Note 2,3 Note 1,8 Note 2,3
Abwicklung Note 2,3 Note 2,1 Note 2,3 Note 2,3
Vielseitigkeit Note 2,3 Note 3,3 Note 2,1 Note 3,2
Datenschutz Note 1,6 Note 1,6 Note 1,8 Note 2,7
Link zum Anbieter Lidl Aldi Saal Digital Rossmann

Andere Datenschutzprobleme

Von Fujifilm und Myposter zeigte sich im Test zudem ein anderes Problem. Beide Anbieter haben jeweils ein fremdes Bild mit zurückgeschickt. Die Foto- und Verarbeitungsqualität dagegen ist bei den Meisten ähnlich gut. Ausreißer gab es nur bei PosterXXL, dm, ip-Labs und Myposter. Testsieger wurde das Fotobuch-Angebot von Lidl. Es überzeugte mit guter Qualität, einfacher Abwicklung und einem guten Basisschutz der persönlichen Daten. Das Aldi Fotobuch folgt auf Rang 2 mit einem ähnlich guten Ergebnis.

Wie wurde getestet

Wichtig war den Testern dabei neben der Abwicklung des Auftrags, also vor allem das Gestalten und der Bestellvorgang, die Bild- und Verarbeitungsqualität, die Vielseitigkeit des Angebots und die Sicherheit. Obwohl die Stiftung Warentest bei der Sicherheit und Datenschutz die meisten Mängel gefunden hat, macht dieser Teil nur 15 Prozent des Ergebnisses aus. Für viele Kunden dürfte das Thema allerdings ganz weit oben stehen - schließlich sendet man seine persönlichen Erinnerungen in Fotoform und will diese auch geschützt wissen.

Der Test ist im Print-Magazin 08/2020 der Stiftung Warentest erschienen und kann online (hinter der Paywall) auch einzeln oder per Flatrate abgerufen werden.

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