Mutmaßlicher Lösegeld-Angriff:
Garmin Connect und Support sind offline
Der Wearable-Hersteller Garmin hat nach einem mutmaßlichen, gezielten Angriff mit einer Erpresser-Software zahlreiche seiner Dienste ausgeschaltet. Auch der Support ist derzeit nicht erreichbar. Garmin hat die Gründe für den Ausfall noch nicht genannt.
Dafür ist es mittlerweile auch weltweit auf den Webseiten des Anbieters zu lesen: Ein Großteil des Angebotes ist offline. Nutzer von Garmin-Sportuhren zum Beispiel können über Apps keine Daten mehr empfangen, da Garmin Connect ausgefallen ist. Die ersten Meldungen zu den Problemen des Herstellers gab es bereits gestern. Über die Hintergründe kann man derzeit aber nur spekulieren, denn das Unternehmen äußert sich bisher nicht dazu.
Bei Garmin spricht man nur von einem Ausfall
Zunächst gab es Medienberichte, die von einem Problem mit den Garmin-Servern nach einem Stromausfall berichteten. Doch das Online-Magazin Bleeping Computer erinnert daran, dass es sich nur um ein erneutes Problem bei Garmin handelt - aus verschiedenen Quellen gab es zuvor schon Hinweise auf einen Hacker-Angriff auf das Unternehmen. Unter anderem wurde dabei ein internes Memo von Garmin über einen "Virus"-Angriff auf die internen IT-Server und Datenbanken des Unternehmens zitiert. Der Angriff habe dazu geführt, dass man in Taiwan Produktionslinien stilllegen musste. Im vergangenen Jahr gab es einen ähnlichen Hacker-Vorfall in Südafrika, doch war da nicht die Produktion, sondern der Onlineshop betroffen. Unbekannte hatten die persönlichen Daten von Kunden gestohlen.
Dass es sich nun bei dem aktuellen Ausfall um die Bekämpfung eines Angriff mit einer Erpresser-Software handelt, wird vor allem dadurch genährt, dass es sich um unangekündigte Wartungsarbeiten handelt. Garmin hatte unter anderem bei Twitter gemeldet, dass einige Server wegen geplanter Wartungsarbeiten abgeschaltet wurden, was die Leistung von Garmin Express und Garmin Connect einschränken würde. Warum von den geplanten Arbeiten nicht im Vorfeld etwas zu lesen war, macht stutzig.
Siehe auch:
Nachtrag 26. Juli 16.25 Uhr: ES gibt ein paar neue Details - unter anderem neue Quellen, die behaupten, Garmin soll 10 Millionen Dollar für die Freigabe der Daten zahlen. Es hieß, ein noch unbekannter Angreifer habe die Ransomware WastedLock genutzt, um die Systeme lahmzulegen. Mehr dazu in unserem neuen Beitrag.
Bei Garmin spricht man nur von einem Ausfall
Nichts geht mehr
Auf den Webseiten von Garmin heißt es nur: "Wir erleben derzeit einen Ausfall, der Garmin.com und Garmin Connect betrifft. Dieser Ausfall betrifft auch unsere Callcenter, und wir können derzeit keine Anrufe, E-Mails oder Online-Chats empfangen. Wir bemühen uns, dieses Problem so schnell wie möglich zu lösen und entschuldigen uns für diese Unannehmlichkeiten."Zunächst gab es Medienberichte, die von einem Problem mit den Garmin-Servern nach einem Stromausfall berichteten. Doch das Online-Magazin Bleeping Computer erinnert daran, dass es sich nur um ein erneutes Problem bei Garmin handelt - aus verschiedenen Quellen gab es zuvor schon Hinweise auf einen Hacker-Angriff auf das Unternehmen. Unter anderem wurde dabei ein internes Memo von Garmin über einen "Virus"-Angriff auf die internen IT-Server und Datenbanken des Unternehmens zitiert. Der Angriff habe dazu geführt, dass man in Taiwan Produktionslinien stilllegen musste. Im vergangenen Jahr gab es einen ähnlichen Hacker-Vorfall in Südafrika, doch war da nicht die Produktion, sondern der Onlineshop betroffen. Unbekannte hatten die persönlichen Daten von Kunden gestohlen.
Dass es sich nun bei dem aktuellen Ausfall um die Bekämpfung eines Angriff mit einer Erpresser-Software handelt, wird vor allem dadurch genährt, dass es sich um unangekündigte Wartungsarbeiten handelt. Garmin hatte unter anderem bei Twitter gemeldet, dass einige Server wegen geplanter Wartungsarbeiten abgeschaltet wurden, was die Leistung von Garmin Express und Garmin Connect einschränken würde. Warum von den geplanten Arbeiten nicht im Vorfeld etwas zu lesen war, macht stutzig.
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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