Android-Nutzer bekommen Patches etwas schneller - Risiko bleibt hoch
Die Sicherheitslage bei Android-Smartphones bessert sich zumindest langsam. Die Geräte-Hersteller schaffen es inzwischen etwas schneller, wichtige Patches an die Kunden durchzureichen - die aber oft immer noch sehr lange Risiken ausgesetzt werden.
Auf der Android-Plattform gibt es seit jeher einen enormen Abstand zwischen der offiziellen Veröffentlichung von Sicherheits-Patches durch Google und der Bereitstellung dieser Sicherheits-Updates durch die Smartphone-Hersteller, die eine gewisse Hoheit über die Installationen auf den eigenen Geräten haben. In dieser Zeit sind die Nutzer besonders anfällig für Attacken, die auf der jeweiligen Sicherheitslücke beruhen.
Jüngste Daten des Security-Unternehmens SRLabs zeigen nun, dass die Lage sich zumindest etwas gebessert hat. Im Jahr 2018 mussten die User im Durchschnitt noch 44 Tage warten, bis sie neue Patches selbst auf ihre Geräte gespielt bekamen. Der Wert ist inzwischen auf 38 Tage gesunken. Das liegt zum Teil daran, dass die größeren Markenanbieter, die eher über ordentliche Prozesse für die Patch-Weitergabe verfügen, ihre Marktanteile weiter steigern. Aber auch die im Einsatz befindlichen Geräte mit einer Android One-Umgebung, die direkt mit Patches versorgt werden, ist gewachsen.
Parallel dazu sinken auch die Werte bei den Patches, die aus irgendeinem Grund überhaupt nicht bei den Nutzern ankommen. Hier kam es im Jahr 2018 noch vor, dass Kunden von Oppo oder Lenovo teils vier oder mehr Updates überhaupt nicht bekamen. Im letzten Jahr gab es keinen einzigen Hersteller mehr, bei dem mehr als zwei Patches untergegangen wären.
Analyse der Patch-Situation durch SRLabs
Sobald ein Patch veröffentlicht wurde, lässt sich nachvollziehen, an welcher Stelle genau Änderungen im Code vorgenommen wurden. Das erleichtert Angreifern die Suche nach Schwachstellen enorm. In der Regel stehen Exploits dann binnen Stunden zur Verfügung und lassen sich in Malware einsetzen. Wer also nicht unmittelbar mit Patches versorgt wird, ist enorm gefährdet.
Jüngste Daten des Security-Unternehmens SRLabs zeigen nun, dass die Lage sich zumindest etwas gebessert hat. Im Jahr 2018 mussten die User im Durchschnitt noch 44 Tage warten, bis sie neue Patches selbst auf ihre Geräte gespielt bekamen. Der Wert ist inzwischen auf 38 Tage gesunken. Das liegt zum Teil daran, dass die größeren Markenanbieter, die eher über ordentliche Prozesse für die Patch-Weitergabe verfügen, ihre Marktanteile weiter steigern. Aber auch die im Einsatz befindlichen Geräte mit einer Android One-Umgebung, die direkt mit Patches versorgt werden, ist gewachsen.
Vergessene Patches sind Ausnahmen
Am schnellsten werden natürlich Besitzer von Googles hauseigenen Pixel-Smartphones versorgt. Aber auch die Nutzer der Geräte von Sony und Nokia erhalten ihre Sicherheits-Updates direkt. Bei Huawei, LG und Samsung ist man zumindest binnen zwei Wochen mit dabei, während die meisten anderen Anbieter es zumindest schaffen, die Patches innerhalb eines Monats nach Veröffentlichung auszuliefern.Parallel dazu sinken auch die Werte bei den Patches, die aus irgendeinem Grund überhaupt nicht bei den Nutzern ankommen. Hier kam es im Jahr 2018 noch vor, dass Kunden von Oppo oder Lenovo teils vier oder mehr Updates überhaupt nicht bekamen. Im letzten Jahr gab es keinen einzigen Hersteller mehr, bei dem mehr als zwei Patches untergegangen wären.
Analyse der Patch-Situation durch SRLabs
Sobald ein Patch veröffentlicht wurde, lässt sich nachvollziehen, an welcher Stelle genau Änderungen im Code vorgenommen wurden. Das erleichtert Angreifern die Suche nach Schwachstellen enorm. In der Regel stehen Exploits dann binnen Stunden zur Verfügung und lassen sich in Malware einsetzen. Wer also nicht unmittelbar mit Patches versorgt wird, ist enorm gefährdet.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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