Schichtwechsel trotz Corona:
Raumfahrer starten in der Krise zur ISS
In der Corona-Krise gibt es auch Dinge, die fast unberührt weiterlaufen. Jetzt sind drei Weltraumfahrer zur ISS gestartet, um ihre Kollegen abzulösen. Damit der Corona-Virus nicht auf der Raumstation landet, helfen strenge Sicherheitsvorkehrungen, die es schon vor der Pandemie gab.
Die neuen ISS-Crewmitglieder Ivan Vagner, Anatoly Ivanishin und Chris Cassidy
Das Corona-Virus stellt für die Mission dabei tatsächlich keine besondere Herausforderung dar. Rund um den Start von Raumfahrern zur ISS gelten seit jeher sehr strenge Maßnahmen, um keine Krankheiten auf die Raumstation einzuschleppen. Dieses Vorgehen ist vor allem wegen der besonderen Situation auf der ISS wichtig: Schwerelosigkeit hat einen deutlichen Einfluss auf das Immunsystem, die räumliche Enge verschärft die Infektionsgefahr.
Wie Newsweek schreibt, gab es im Kosmodrom in Baikonur trotzdem verschärfte Regeln. So war Medienvertretern der Besuch des Weltraumbahnhofs vor dieser Mission untersagt. Statt zwei Wochen Quarantäne waren die Raumfahrer vor der heute gestarteten Mission dagegen einen ganzen Monat in Isolierung. So soll sichergestellt werden, dass eventuelle Inkubationszeiten noch auf der Erde auslaufen. "Das ist ein großartiger Filter", so Luis Zea vom Forschungszentrum BioServe Space Technologies der University of Colorado.
Mit Bilderbuchstart zur ISS
Da das Corona-Virus auf Oberflächen nur kurz überlebt, sieht Zea hier keine Gefahr. "Ich würde sagen, dass die ISS in Bezug auf das Corona-Virus wahrscheinlich einer der sichersten Orte ist, an denen man sich zu diesem Zeitpunkt befinden kann."
Keine besondere Herausforderung durch Corona
Für den Betrieb der ISS ist es wichtig, dass ein regelmäßiger Schichtwechsel stattfindet. Mitten in der Corona-Krise haben sich heute zwei russische Kosmonauten und ein US-Amerikanischer Astronaut im Rahmen der "Expedition 63" auf den Weg zur Raumstation gemacht. Nachdem die Anflugzeit durch neue Orbital-Manöver optimiert werden konnte, werden die Raumfahrer in nur sechs Stunden an ihrem Ziel ankommen. Dann dauert es noch einmal zwei Stunden, bis sich die Schleusen zwischen ISS und Soyuz-MS-15-Kapsel öffnen.
Die neuen ISS-Crewmitglieder Ivan Vagner, Anatoly Ivanishin und Chris Cassidy
Das Corona-Virus stellt für die Mission dabei tatsächlich keine besondere Herausforderung dar. Rund um den Start von Raumfahrern zur ISS gelten seit jeher sehr strenge Maßnahmen, um keine Krankheiten auf die Raumstation einzuschleppen. Dieses Vorgehen ist vor allem wegen der besonderen Situation auf der ISS wichtig: Schwerelosigkeit hat einen deutlichen Einfluss auf das Immunsystem, die räumliche Enge verschärft die Infektionsgefahr.
Wie Newsweek schreibt, gab es im Kosmodrom in Baikonur trotzdem verschärfte Regeln. So war Medienvertretern der Besuch des Weltraumbahnhofs vor dieser Mission untersagt. Statt zwei Wochen Quarantäne waren die Raumfahrer vor der heute gestarteten Mission dagegen einen ganzen Monat in Isolierung. So soll sichergestellt werden, dass eventuelle Inkubationszeiten noch auf der Erde auslaufen. "Das ist ein großartiger Filter", so Luis Zea vom Forschungszentrum BioServe Space Technologies der University of Colorado.
Mit Bilderbuchstart zur ISS
Die Fracht wird gecheckt
Auch die Fracht, die mit den Raumfahrern zur ISS reist, durchläuft strenge Hygienemaßnahmen. "Gegenstände, die zur Station gehen, werden gründlich gereinigt und können manchmal, abhängig vom Gegenstand selbst, sterilisiert werden", so Zea. Allerdings müsse man auch akzeptieren, dass es nicht zu verhindern sei, dass Mikroben mit der Crew reisen. "Tatsächlich hat ein Mensch mehr Bakterienzellen in und auf seinem Körper als seine eigenen Zellen. Es spielt also keine Rolle, wohin wir gehen, Bakterien werden uns begleiten", so der Experte.Da das Corona-Virus auf Oberflächen nur kurz überlebt, sieht Zea hier keine Gefahr. "Ich würde sagen, dass die ISS in Bezug auf das Corona-Virus wahrscheinlich einer der sichersten Orte ist, an denen man sich zu diesem Zeitpunkt befinden kann."
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