Katherine Johnson: Die Frau, die den Westen ins All brachte, ist tot
Man hört immer wieder einmal von Menschen, die ihrer Zeit eigentlich voraus sind. Einige von ihnen setzen wirklich wichtige Meilensteine in die Geschichtslinie. Zu ihnen gehört unzweifelhaft Katherine Johnson, sie starb gestern im Alter von 101 Jahren.
Es klingt fast wie eine Geschichte, wie sie sich nur Hollywood ausdenken kann: Monate vor der berühmten "I have a Dream"-Rede des Bürgerrechtlers Martin Luther King ließ der Astronaut John Glenn die Computer-Berechnungen seiner geplanten ersten Umrundung der Erde lieber noch einmal von dieser Afroamerikanerin durchrechnen, die entgegen aller Gepflogenheiten einfach immer zu den Terminen der ausschließlich weißen und männlichen Ingenieurs-Teams der jungen NASA erschien. Er vertraute ihr inzwischen viel mehr als jeder Maschine.
Johnson hatte sich in einer Zeit, in der Schwarze in ihrer Heimatregion der USA eigentlich nur eine Schulbildung bis zur 8. Klasse erhielten, für ein Universitäts-Stipendium qualifiziert. Bereits mit 18 hatte sie den Bachelor of Science in Mathematik mit Auszeichnung in der Tasche. Nach einigen Jahren als Lehrerin ergriff sie schließlich die Chance, die ihr Anfang der 1950er Jahre ein Programm des Langley Research Centers bot, das eine Gruppe schwarzer Mathematikerinnen zusammenstellte - die damals noch streng getrennt von ihren weißen Kolleginnen arbeiteten.
Nach den Berechnungen der Flugbahnen der ersten Raumflüge trug Johnson auch die Notfall-Routinen bei, mit denen die Missionen des Apollo-Programms bei Computer-Ausfällen manuell wieder von den Mondflügen heimkehren sollten. Ihre Berechnungen sorgten so unter anderem auch für eine sichere Landung der für den Fehlschlag berühmten Apollo 13. Für ihre zahlreichen Leistungen wurde die Mathematikerin im Jahr 2015 von Barack Obama mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet. Die Geschichte Johnsons und ihrer Kolleginnen wurde zwei Jahre später im Film "Hidden Figures" für das Kino umgesetzt.
Siehe auch: NASA nimmt nun Vorschläge für die neue Mondlandefähre entgegen
Johnson hatte sich in einer Zeit, in der Schwarze in ihrer Heimatregion der USA eigentlich nur eine Schulbildung bis zur 8. Klasse erhielten, für ein Universitäts-Stipendium qualifiziert. Bereits mit 18 hatte sie den Bachelor of Science in Mathematik mit Auszeichnung in der Tasche. Nach einigen Jahren als Lehrerin ergriff sie schließlich die Chance, die ihr Anfang der 1950er Jahre ein Programm des Langley Research Centers bot, das eine Gruppe schwarzer Mathematikerinnen zusammenstellte - die damals noch streng getrennt von ihren weißen Kolleginnen arbeiteten.
Hidden Figures - Trailer
Pionierarbeit am Schreibtisch
Dass die afroamerikanischen Rechnerinnen auch einfach mal zwischen den Abteilungen "verliehen" werden konnten, verschaffte Johnson Zugang zum noch sehr jungen Raumfahrt-Programm des NASA-Vorläufers NACA. Die Leute dort hätten dann wohl vergessen, sie wieder an ihre eigentliche Abteilung zurückzugeben, erklärte sie später bescheiden. Als erste Frau überhaupt stand sie namentlich über einer wissenschaftlichen Abhandlung der Abteilung. In dem Paper erarbeitete sie die Formeln dazu, wann genau der Brennschluss einer Rakete zu erfolgen hat, um ein Raumfahrzeug an eine bestimmte Position in einem Erdorbit zu bringen.Nach den Berechnungen der Flugbahnen der ersten Raumflüge trug Johnson auch die Notfall-Routinen bei, mit denen die Missionen des Apollo-Programms bei Computer-Ausfällen manuell wieder von den Mondflügen heimkehren sollten. Ihre Berechnungen sorgten so unter anderem auch für eine sichere Landung der für den Fehlschlag berühmten Apollo 13. Für ihre zahlreichen Leistungen wurde die Mathematikerin im Jahr 2015 von Barack Obama mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet. Die Geschichte Johnsons und ihrer Kolleginnen wurde zwei Jahre später im Film "Hidden Figures" für das Kino umgesetzt.
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