Mit keinem Modell zu erklären:
Forscher verblüfft über Mars-Sauerstoff
Messungen des Curiosity-Rover geben Wissenschaftlern Rätsel auf: Die Anteile von Sauerstoff in der Marsatmosphäre schwanken zwischen den Jahreszeiten sehr stark und abrupt. Aktuell sind keine gängigen Prozesse bekannt, die das Phänomen erklären könnten.
Die Messwerte passen nicht zur Erwartung der NASA-Wissenschaftler
Wie Scinexx in seinem Bericht schreibt, hatten erste Analysen der Marsatmosphäre ein eher unaufregendes Bild gezeigt: 95 Prozent Anteil auf Kohlendioxid, dazu kommen in geringen Anteilen jeweils Stickstoff, Kohlenmonoxid, Argon und Sauerstoff. Durch Prozesse, wie der Auskristallisierung von CO2 im Winter, unterliegt die genaue Zusammensetzung dabei natürlichen Schwankungen. Schon bisher hatten die Wissenschaftler allerdings für den An- und Abstieg sowie die Herkunft von Methangasen keine passende Erklärung, ähnlich verhält es sich jetzt mit dem Sauerstoffanteil in der Atmosphäre.
In Messdaten, die der Curiosity-Rover über die letzten fünf Jahre gesammelt hat, zeigen sich ebenfalls "unerklärliche Schwankungen", so die verantwortliche Wissenschaftlerin Melissa Trainer vom Goddard Space Flight Center der NASA. Im letzten Frühjahr und Sommer wurde ein sehr abrupter Anstieg um 500 ppb (parts per billion, zu Deutsch "Teile pro Milliarde") registriert - das liegt deutlich über dem, was gängige Modelle erwarten lassen. "Beim ersten Anblick dieser Daten waren wir wirklich verwirrt", so Studien-Koautor Sushil Atreya von der University of Michigan.
Doch damit nicht genug mit dem Rätselraten für die Forscher. Eine Auswertung der Daten zeigt: Auch die Schwankungen, denen der Sauerstoffanteil in der Marsatmosphäre unterliegt, ist aktuell nicht zu erklären. Diese fallen zwischen den Jahren sehr unterschiedlich stark aus. "Das ist überraschend, weil die chemische Lebensdauer des Sauerstoffs in der Marsatmosphäre bei rund zehn Erdjahren liegt", so die Forscher. Die Messungen des Rovers widersprechen aber dieser vermuteten Gleichmäßigkeit deutlich. "Im Moment tun wir uns damit schwer, dafür eine Erklärung zu finden", sagt Trainer. "Es muss irgendwo eine chemische Quelle und eine Senke geben, die wir noch nicht kennen."
Sauerstoff auf dem Mars kommt und geht: Keiner weiß, woher und wohin
Der Curiosity-Rover ist auf dem Mars unterwegs, um Erkenntnisse über die Geschichte des Nachbarplaneten zu liefern. Oft folgen auf erste Antworten dabei aber auch neue Fragen. Unter anderem nimmt der Rover seit seiner Ankunft Messungen der Atmosphäre und deren Zusammensetzung vor, eine Langzeitauswertung lässt die Wissenschaftler jetzt aber staunen: Der Anteil von Sauerstoff in der Atmosphäre ist zwar sehr gering, starke und abrupte Schwankungen zwischen den Jahreszeiten geben den Forschern der NASA aber Rätsel auf.
Die Messwerte passen nicht zur Erwartung der NASA-Wissenschaftler
Wie Scinexx in seinem Bericht schreibt, hatten erste Analysen der Marsatmosphäre ein eher unaufregendes Bild gezeigt: 95 Prozent Anteil auf Kohlendioxid, dazu kommen in geringen Anteilen jeweils Stickstoff, Kohlenmonoxid, Argon und Sauerstoff. Durch Prozesse, wie der Auskristallisierung von CO2 im Winter, unterliegt die genaue Zusammensetzung dabei natürlichen Schwankungen. Schon bisher hatten die Wissenschaftler allerdings für den An- und Abstieg sowie die Herkunft von Methangasen keine passende Erklärung, ähnlich verhält es sich jetzt mit dem Sauerstoffanteil in der Atmosphäre.
In Messdaten, die der Curiosity-Rover über die letzten fünf Jahre gesammelt hat, zeigen sich ebenfalls "unerklärliche Schwankungen", so die verantwortliche Wissenschaftlerin Melissa Trainer vom Goddard Space Flight Center der NASA. Im letzten Frühjahr und Sommer wurde ein sehr abrupter Anstieg um 500 ppb (parts per billion, zu Deutsch "Teile pro Milliarde") registriert - das liegt deutlich über dem, was gängige Modelle erwarten lassen. "Beim ersten Anblick dieser Daten waren wir wirklich verwirrt", so Studien-Koautor Sushil Atreya von der University of Michigan.
Doch damit nicht genug mit dem Rätselraten für die Forscher. Eine Auswertung der Daten zeigt: Auch die Schwankungen, denen der Sauerstoffanteil in der Marsatmosphäre unterliegt, ist aktuell nicht zu erklären. Diese fallen zwischen den Jahren sehr unterschiedlich stark aus. "Das ist überraschend, weil die chemische Lebensdauer des Sauerstoffs in der Marsatmosphäre bei rund zehn Erdjahren liegt", so die Forscher. Die Messungen des Rovers widersprechen aber dieser vermuteten Gleichmäßigkeit deutlich. "Im Moment tun wir uns damit schwer, dafür eine Erklärung zu finden", sagt Trainer. "Es muss irgendwo eine chemische Quelle und eine Senke geben, die wir noch nicht kennen."
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