Gefälschte Hotel-Bewertungen im Internet sind offiziell rechtswidrig
Dass man im Internet vorsichtig sein sollte, wenn es um angeblich echte Nutzer-Bewertungen geht, dürfte den meisten bekannt und auch bewusst sein. Dennoch ist es nicht immer leicht zu erkennen, ob ein Nutzer-Review echt ist oder nicht - auch weil die Rechtssicherheit fehlte.
Bis jetzt. Denn heute hat das Landgericht München entschieden, dass Fake-Bewertungen im Internet rechtswidrig sind (via FAZ). Was naheliegend klingt, war aber bisher nicht eindeutig juristisch festgestellt, mit dem aktuellen Urteil ändert sich das glücklicherweise. Hintergrund der Entscheidung war eine Klage des Reiseportals Holidaycheck.
Dieses ist juristisch gegen ein Unternehmen namens Fivestar Marketing vorgegangen. Die in Belize ansässige Firma verkauft an Hotels gefälschte Bewertungen auf Portalen wie Holidaycheck, damit diese dort besser wegkommen. Mit der aktuellen Entscheidung des Münchner Gerichts ist es Fivestar Marketing untersagt, Bewertungen von Menschen zu verkaufen, die nicht tatsächlich in einem bestimmten Hotel zu Gast waren.
Bereits abgegebene Fake-Bewertungen muss Fivestar zudem auch von sich aus löschen. Schließlich muss das Unternehmen auch noch Auskunft erteilen, woher die erfundenen Bewertungen stammen. Ob das tatsächlich passieren wird, darf allerdings stark bezweifelt werden, denn bei der heutigen Entscheidung handelte es sich um ein so genanntes Versäumnisurteils - zur Verhandlung ist kein Fivestar-Repräsentant erschienen.
Grundsätzlich darf Fivestar weiterhin Bewertungen anbieten - allerdings nur dann, wenn die jeweiligen Mitarbeiter auch tatsächlich im entsprechenden Hotel zu Gast waren. In der Praxis dürfte Fivestar also Probleme bekommen - wenn das Urteil auch tatsächlich so durchsetzbar ist. Denn selbst Riesen wie Amazon kämpfen seit Jahren mit eingeschränktem Erfolg gegen die Flut an Fake-Reviews.
Siehe auch: Gekaufte Bewertung Amazon wird Angebot der Fake Reviews nicht Herr
Dieses ist juristisch gegen ein Unternehmen namens Fivestar Marketing vorgegangen. Die in Belize ansässige Firma verkauft an Hotels gefälschte Bewertungen auf Portalen wie Holidaycheck, damit diese dort besser wegkommen. Mit der aktuellen Entscheidung des Münchner Gerichts ist es Fivestar Marketing untersagt, Bewertungen von Menschen zu verkaufen, die nicht tatsächlich in einem bestimmten Hotel zu Gast waren.
Bereits abgegebene Fake-Bewertungen muss Fivestar zudem auch von sich aus löschen. Schließlich muss das Unternehmen auch noch Auskunft erteilen, woher die erfundenen Bewertungen stammen. Ob das tatsächlich passieren wird, darf allerdings stark bezweifelt werden, denn bei der heutigen Entscheidung handelte es sich um ein so genanntes Versäumnisurteils - zur Verhandlung ist kein Fivestar-Repräsentant erschienen.
Durchsetzbar?
Fivestar ist nicht nur im Bereich der Hotel-Bewertungen tätig, man kann dort u. a. Reviews für Amazon, Google, Facebook, Apple und Trustpilot kaufen. Angeblich arbeitet das Unternehmen weder mit Fake-Profilen noch mit Bots. Letzteres dürfte zwar tatsächlich stimmen, so Experten, ersteres allerdings wird bezweifelt.Grundsätzlich darf Fivestar weiterhin Bewertungen anbieten - allerdings nur dann, wenn die jeweiligen Mitarbeiter auch tatsächlich im entsprechenden Hotel zu Gast waren. In der Praxis dürfte Fivestar also Probleme bekommen - wenn das Urteil auch tatsächlich so durchsetzbar ist. Denn selbst Riesen wie Amazon kämpfen seit Jahren mit eingeschränktem Erfolg gegen die Flut an Fake-Reviews.
Siehe auch: Gekaufte Bewertung Amazon wird Angebot der Fake Reviews nicht Herr
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Amazons Aktienkurs in Euro
Videos zum Thema Amazon
- Star Wars: Galactic Racer startet - Kampagne gratis auf Amazon Luna
- Carrie: Prime Video zeigt den Trailer zur modernen Serienadaption
- ClonerAlliance UHD Halo: Box für leichte Bildschirm-Aufnahmen im Test
- Neagley: Neuer Trailer zum Reacher-Spin-off veröffentlicht
- Neagley: Prime Video zeigt den Teaser-Trailer zum Reacher-Ableger
Beiträge aus dem Forum
Interessante Links
Neue Nachrichten
- Google Wallet: Neues Design für Android startet nun mit der Verteilung
- Prime Day: Fünf Smart-Home-Deals nur heute bis zu 70% günstiger
- Apple baut sein neues Smart-Home-Ökosystem gemeinsam mit LG auf
- Notebooksbilliger: Angebote der Woche stark reduziert
- Milliarden-Euro-Schaden: Falsche Krypto-Plattformen prellen Anleger
- Neues Outlook: Microsoft blockiert ab November MSIX-Dateianhänge
- GTA 6: Gebrauchte PlayStation 5 Pro kostet jetzt 1400 Dollar
Videos
Neueste Downloads
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!



Alle Kommentare zu dieser News anzeigen