Mobilfunker wollen Netz auf dem Land plötzlich gemeinsam ausbauen
Die ernster werdenden Drohungen staatlichen Eingreifens in die Infrastruktur sorgen nun offenbar dafür, dass die Mobilfunk-Betreiber doch nach neuen Wegen suchen, die Abdeckung in der Fläche in Eigenregie besser hinzubekommen.
Deutsche Telekom, Telefónica Deutschland und Vodafone teilten heute in einer gemeinsamen Stellungnahme mit, dass sie zukünftig bei dem Thema zusammenarbeiten wollen. "Ziel ist eine bestmögliche mobile Breitband-Versorgung für die Kunden in ganz Deutschland, insbesondere auf dem Land und entlang der Verkehrswege auf Straßen, Schienen und Flüssen", hieß es. Gemeinsam will man nun rund 6000 neue Standorte für Masten im Bundesgebiet aufbauen, an denen dann Sendeanlagen der drei Unternehmen hängen können.
Eine solche Kooperation scheint durchaus sinnvoll, muss aber auch aus der Perspektive des Wettbewerbsrechts beleuchtet werden. Entsprechend betonten die Beteiligten, dass natürlich auch 1&1/Drillisch eingeladen sei, mit gleichem Einsatz mitzumachen. Denn im Rahmen der 5G-Auktion hatte das Unternehmen sich als neue Nummer 4 im Markt positioniert. Des Weiteren sei auch das Bundeskartellamt über die Kooperation informiert worden.
"Ob in kleinen Landgemeinden, an Straßen oder Bahnstrecken. In weißen Flecken werden wir Betreiber gemeinsam bauen und teilen", sagte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland. Das soll aber nicht bedeuten, dass die Unternehmen nun bereit sind, die Auflagen aus der 5G-Auktion hinzunehmen. Die Bundesnetzagentur hatte die Lizenzvergabe unter anderem an Verpflichtungen zum Ausbau der Infrastruktur auf dem Land und entlang der Verkehrswege geknüpft. Die Klagen dagegen wollen die Unternehmen aufrechterhalten.
Siehe auch: Bundesnetzagentur zeigt reale Mobilfunk-Lage auf einer Funkloch-Karte
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
Eine solche Kooperation scheint durchaus sinnvoll, muss aber auch aus der Perspektive des Wettbewerbsrechts beleuchtet werden. Entsprechend betonten die Beteiligten, dass natürlich auch 1&1/Drillisch eingeladen sei, mit gleichem Einsatz mitzumachen. Denn im Rahmen der 5G-Auktion hatte das Unternehmen sich als neue Nummer 4 im Markt positioniert. Des Weiteren sei auch das Bundeskartellamt über die Kooperation informiert worden.
Angst vor staatlicher Netzgesellschaft
Der gemeinsame Ausbau der passiven Infrastruktur soll vor allem den Aufbau von Sendeanlagen im ländlichen Raum wirtschaftlicher machen. Hier geht die Bereitstellung von Mobilfunk-Antennen seit Jahren nur schleppend voran, weil natürlich wesentlich weniger Nutzer betroffen sind, als von einem zu schwachen Netz in der Großstadt. Das ging nun sogar soweit, dass der Staat es in Erwägung zog, selbst entsprechende Anlagen aufzubauen, damit auch die Bürger in den Dörfern endlich Datenanbindungen bekommen, die zur Teilnahme am Leben in der digitalen Ära unbedingt benötigt werden."Ob in kleinen Landgemeinden, an Straßen oder Bahnstrecken. In weißen Flecken werden wir Betreiber gemeinsam bauen und teilen", sagte Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland. Das soll aber nicht bedeuten, dass die Unternehmen nun bereit sind, die Auflagen aus der 5G-Auktion hinzunehmen. Die Bundesnetzagentur hatte die Lizenzvergabe unter anderem an Verpflichtungen zum Ausbau der Infrastruktur auf dem Land und entlang der Verkehrswege geknüpft. Die Klagen dagegen wollen die Unternehmen aufrechterhalten.
Siehe auch: Bundesnetzagentur zeigt reale Mobilfunk-Lage auf einer Funkloch-Karte
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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