Hoffnung für Huawei: USA & China wollen Strafzölle langsam streichen

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China und die USA scheinen sich in ihrem langwierigen Handelskrieg langsam aber sicher anzunähern. Ein Sprecher der chinesischen Regie­rung bestätigte, dass man sich auf einen schrittweisen Verzicht auf die von beiden Parteien verhängten Strafzölle geeinigt hat. Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg und die Nachrichtenagentur Reuters melden, haben sich die USA und China jüngst in ihren Verhandlungen um eine Beilegung der Handelsstreitigkeiten zwischen den beiden Ländern angenähert. Vorerst ist eine begrenzter Verzicht auf neue und bestehende Strafzölle auf die Einfuhr diverser Produkte angedacht. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich in Detailfragen einig wird.

Innerhalb der letzten zwei Wochen hätten umfangreiche, ernsthafte Gespräche stattgefunden, bei denen man sich soweit einigte, dass beide Seiten auf die Einführung weiterer Strafzölle verzichten wollen. Man plane einen schrittweisen Verzicht, wobei zunächst die "erste Phase" eines "Trade Deals" erreicht werden soll. Noch ist allerdings der Umfang des Verzichts genauso unklar wie Ort und Zeitpunkt der Unterzeichnung entsprechender Abkommen.

Die chinesische Seite strebt derzeit den Verzicht der USA auf die seit Anfang September erhobenen Strafzölle in Höhe von 15 Prozent auf chinesische Güter im Wert von 125 Milliarden Dollar an. Darüber hinaus will man erreichen, dass die Trump-Regierung auf Strafabgaben in Höhe von 25 Prozent bei der Einfuhr von Waren aus den Bereichen Maschinenbau, Halbleiter und Möbel im Wert von 250 Milliarden Dollar aus China verzichtet.

Im Gegenzug würde China auf Abgaben in gleicher Höhe verzichten, die man als Reaktion auf die US-Strafzölle auf die Einfuhr von Waren aus den USA verhängt hat. Einen Zeitplan für die "erste Phase" der Einigung zwischen den Streitparteien gibt es bisher nicht. Die Zölle der US-Regierung hatten unter anderem dafür gesorgt, dass zahlreiche Hersteller von Hardware-Produkten ihre Fertigungsstandorte aus China heraus in andere Länder verlagerten, um so durch eine breiter gefächerte Lieferkette auch künftig gegen die Auswirkungen von politischen Streitigkeiten gewappnet zu sein.

Eine der Firmen, die direkt von einer Einigung der beiden Weltmächte profitieren könnte, ist natürlich der chinesische Telekommunikationsriese Huawei. Das Vorgehen der US-Regierung gegen Huawei wird gemeinhin als Druckmittel im Handelsstreit mit China betrachtet, so dass bei einer Einigung wohl auch eine deutliche Lockerung des Handelsverbots in Aussicht stehen dürfte. Aktuell ist es amerikanischen Firmen weitestgehend verboten, mit Huawei Handel zu treiben. Huawei kann deshalb in westlichen Märkten praktisch keine neuen Smartphones auf den Markt bringen, weil das Unternehmen keine Freigabe für die Installation von Googles Diensten und Apps erhält. Usa, Huawei, Logo, trump, Flagge, Honor 20 Pro Usa, Huawei, Logo, trump, Flagge, Honor 20 Pro
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