Telekom-Alleinanspruch auf Magenta erreicht jetzt auch US-Firmen
Der alleinige Anspruch der Deutschen Telekom an der Farbe Magenta ist zwar hierzulande hinlänglich bekannt, doch war man in den USA wohl teils noch ahnungslos. Das hat sich nun aber geändert, da die Farbmarke nun auch US-Firmen zum Verhängnis wird.
Getroffen hat es jetzt das Startup Lemonade. Die Firma gibt es jetzt seit drei Jahren, in denen sie ein Geschäft mit der reinen Online-Vermarktung von Hausratsversicherungen und ähnlichen Produkten aufgebaut hat. Auf der Webseite und in den Marketing-Materialien verwendete Lemonade bisher einen Farbton, der dem Telekom-Magenta recht nahe kam. Aus Sicht der Firma handelte es sich hier schlicht um ein normales Pink.
Das sah die Rechtsabteilung bei der Telekom allerdings anders. In ihren Augen handelte es sich schlicht um das geschützte Magenta - und zumindest die deutsche Landesniederlassung des Startups bekam die Verwendung der Farbe in Deutschland direkt untersagt. Nun befürchtet man, dass auch die US-Tochter T-Mobile in den USA vor Gericht zieht. Unabhängig vom Ausgang eines solchen Verfahrens wäre es fraglich, ob die kleine Versicherungsfirma einen Rechtsstreit durch mehrere Instanzen gegen einen solch finanzstarken Gegner durchhalten könnte.
Bei Lemonade will man nun aber nicht abwarten, bis vielleicht auch hier die Klage ins Haus flattert. Stattdessen nutzt man die Angelegenheit, um sich vorbeugend mit einer Social Media-Kampagne gegen eventuell kommende Ansprüche zu wehren. Die Beiträge unter dem Hashtag #FreeThePink konnten bisher aber noch keine wütenden Massen hinter sich vereinen.
Parallel hat man aber selbst beim europäischen Marken- und Patentamt EUIPO eine Beschwerde eingereicht. Das Ziel besteht darin, die Farbmarke schlicht löschen zu lassen. Eines der Argumente besteht dabei in der Tatsache, dass nicht einmal die Telekom selbst ihren geschützten Farbton wirklich verwendet. Denn eingetragen ist der Farbcode RAL 4010. Auf ihrer Webseite verwendet die Telekom aber wohl einen etwas anderen Wert. Und auch die Farben, deren Verwendung man Lemonade untersagte, unterscheiden sich deutlich, so dass es hier offenbar darum geht, dass der Konzern gleich einen ganzen Farbraum für sich beanspruchen will.
Siehe auch: Rubik's Cube: Der Zauberwürfel ist keine Marke und verliert Schutz
Das sah die Rechtsabteilung bei der Telekom allerdings anders. In ihren Augen handelte es sich schlicht um das geschützte Magenta - und zumindest die deutsche Landesniederlassung des Startups bekam die Verwendung der Farbe in Deutschland direkt untersagt. Nun befürchtet man, dass auch die US-Tochter T-Mobile in den USA vor Gericht zieht. Unabhängig vom Ausgang eines solchen Verfahrens wäre es fraglich, ob die kleine Versicherungsfirma einen Rechtsstreit durch mehrere Instanzen gegen einen solch finanzstarken Gegner durchhalten könnte.
So viele Farbtöne
"Wenn irgendein schlauer Kopf bei der Deutschen Telekom die Farbe erfunden hätte, würde das vielleicht noch Sinn haben", erklärte Lemonade-Chef Daniel Schreiber. Aus seiner Sicht handle es sich aber schlicht um eine Mobbing-Taktik, wenn der Konzern mit seiner enormen wirtschaftlichen Macht versucht, die kompletten Rechte an einer Grundfarbe für sich zu beanspruchen. Magenta gehört schließlich im Vierfarbdruck zu den Grundwerten, aus denen dann alle anderen Farben gemischt werden.Bei Lemonade will man nun aber nicht abwarten, bis vielleicht auch hier die Klage ins Haus flattert. Stattdessen nutzt man die Angelegenheit, um sich vorbeugend mit einer Social Media-Kampagne gegen eventuell kommende Ansprüche zu wehren. Die Beiträge unter dem Hashtag #FreeThePink konnten bisher aber noch keine wütenden Massen hinter sich vereinen.
Parallel hat man aber selbst beim europäischen Marken- und Patentamt EUIPO eine Beschwerde eingereicht. Das Ziel besteht darin, die Farbmarke schlicht löschen zu lassen. Eines der Argumente besteht dabei in der Tatsache, dass nicht einmal die Telekom selbst ihren geschützten Farbton wirklich verwendet. Denn eingetragen ist der Farbcode RAL 4010. Auf ihrer Webseite verwendet die Telekom aber wohl einen etwas anderen Wert. Und auch die Farben, deren Verwendung man Lemonade untersagte, unterscheiden sich deutlich, so dass es hier offenbar darum geht, dass der Konzern gleich einen ganzen Farbraum für sich beanspruchen will.
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