Apple macht Milliarden gegen Wohnungs-Notstand im Valley locker

Himmel, Bau, Baustelle, Kran Bildquelle: CC0 / Pixabay
Es hat etwas gedauert, aber nun schaltet sich auch der Computerkonzern Apple in das Problem des immer unbezahlbarer werdenden Wohnraums im Silicon Valley ein. Dafür wird nun gleich mit Milliarden-Beträgen losgelegt. Das Unternehmen teilte jetzt mit, dass man 2,5 Milliarden Dollar bereitstellen werde, um das Problem anzugehen. Das Geld soll für verschiedene Projekte in Kalifornien eingesetzt werden, die allesamt zum Ziel haben, in erster Linie solche Menschen zu unterstützen, die zum ersten Mal ein Haus kaufen wollen, sowie Familien mit einem geringen Einkommen.

Auch Apple wird das Geld natürlich nicht einfach als Spende oder ähnliches über Bedürftige ausstreuen - vielmehr sollen nachhaltigere Lösungen damit gefördert werden. Eine Milliarde Dollar stellen so beispielsweise das Startkapital eines Investmentfonds dar, der günstige Kreditlinien für die Entwicklung von Wohngebieten mit bezahlbaren Preisstrukturen und den Neubau von Wohnraum für einkommensschwache Menschen bereitstellen soll.

Eine weitere Milliarde soll in einen zweiten Fonds gehen, durch den Menschen beim Kauf ihres ersten Eigenheims gefördert werden sollen. Dieser erste Schritt ist in der Regel die größte Hürde für jüngere Menschen - denn wer schon ein Haus besitzt, kann in der Regel zu einem noch überschaubaren Preis auf eine etwas größere Bleibe wechseln. Der komplette Erstkauf hingegen ist für immer mehr Leute schlicht unerschwinglich geworden, während die Mieten auch nicht mehr bezahlbar sind.

Nachjustierung inbegriffen

Die Darlehensvergabe soll in diesem Fall außerdem mit Priorität gegenüber Menschen erfolgen, die bestimmte, wichtige Berufe ausüben: Etwa das Service-Personal im Gebäudemanagement oder den Küchen der Firmen, die Lehrer, bei denen die Kinder von Bewohnern der Region ihren Tag verbringen, aber auch Militärveteranen stehen hier auf der Liste. Denn es stellt auch für Firmen wie Apple ein echtes Problem dar, dass man in der Region kaum noch an Reinigungskräfte oder Küchenhilfen kommt, weil Personen in diesen Einkommensbereichen Wohnungen oft nur noch in Entfernungen finden, die täglich stundenlange Arbeitswege bedeuten würden.

Einen Betrag von 300 Millionen Dollar wird Apple außerdem investieren, um selbst Wohnungen für Geringverdiener auf firmeneigenem Land zu bauen. Ein Bay Area Housing Fond wird weitere 150 Millionen Dollar erhalten. Und die übrigen 50 Millionen Dollar stellt das Unternehmen für Projekte zur Verfügung, die sozial wichtige Aufgaben in Gegenden stemmen, in denen weniger gut verdienende Menschen leben. Insbesondere Obdachlosenhilfen werden davon profitieren.

Laut Apple wird es voraussichtlich rund zwei Jahre dauern, bis die einzelnen Gelder komplett an ihren Einsatzbereichen angekommen sind. Man sicherte aber zu, über die kommenden fünf Jahre hinweg auch immer wieder neue Investitionen nachzuschießen, wenn sich diese als notwendig herausstellen.

Siehe auch: Region Seattle: Microsoft steckt 500 Mio. $ in bezahlbaren Wohnraum Himmel, Bau, Baustelle, Kran Himmel, Bau, Baustelle, Kran CC0 / Pixabay
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