Radikaler Schritt bei Twitter:
Politische Werbung weltweit verboten
Im Gegensatz zum sozialen Netzwerk Facebook hat sich Twitter dazu entschieden, zukünftig auf sämtliche politische Werbung zu verzichten. Gerade in Hinsicht auf Wahlen will man es so vermeiden, dass Politiker Social-Media-Kampagnen zur Verbreitung von "Fake News" nutzen.
Nicht nur in den USA, auch in Deutschland sind beworbene Tweets und Posts von Politikern und Parteien zum Alltag in den sozialen Medien geworden. Aufgrund der schier zu großen Anzahlen an Werbebeiträgen, fehlt meist die Zeit und vor allem das Personal, um diese auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Von klaren Falschaussagen bis hin zu Hetzkampagnen gegen das politisch anders orientierte Lager dürfte hier alles dabei sein. Gründe, warum sich Twitter-Chef Jack Dorsey klar positioniert und ab dem 22. November 2019 politische Werbung auf seiner Plattform weltweit verbieten wird. Ausführliche Regeln dazu sollen bereits in den nächsten Wochen veröffentlicht werden.
Dorsay hingegen kritisiert die Haltung von Facebook: "Wir glauben, dass Reichweite für politische Botschaften verdient werden muss, statt erkauft zu werden. Hier geht es nicht um freie Meinungsäußerung. Hier geht es darum, für Reichweite zu bezahlen. Und die Zahlung, um die Reichweite der politischen Rede zu erhöhen, hat erhebliche Auswirkungen, auf die die heutige demokratische Infrastruktur möglicherweise nicht vorbereitet ist. Es lohnt sich, einen Schritt zurückzutreten, um sich damit auseinanderzusetzen."
Siehe auch:
Quellen: dpa (via t3n)
Vor allem in den USA ein heiß diskutiertes Thema
Ausschlaggebend für dieses klare Zeichen gegen die oft als "Fake News" titulierten Werbebeiträge ist die hitzige Diskussion, die im Vorfeld der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten entbrannt ist. Im November 2020 entscheiden hier die US-Bürger über die Zukunft von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus oder die Wahl eines neuen, 46. Präsidenten. Im Gegensatz zu Twitter geht der große Konkurrent Facebook in Hinsicht auf politische Werbung einen anderen Weg und schließt diese nicht aus. Gründer Mark Zuckerberg gab jedoch bekannt, dass Anzeigen dieser Art lediglich 0,5 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen würden. Ein späteres Verbot würde also nicht unbedingt zu einem besonders großen Loch in der Facebook-Kasse führen.Dorsay hingegen kritisiert die Haltung von Facebook: "Wir glauben, dass Reichweite für politische Botschaften verdient werden muss, statt erkauft zu werden. Hier geht es nicht um freie Meinungsäußerung. Hier geht es darum, für Reichweite zu bezahlen. Und die Zahlung, um die Reichweite der politischen Rede zu erhöhen, hat erhebliche Auswirkungen, auf die die heutige demokratische Infrastruktur möglicherweise nicht vorbereitet ist. Es lohnt sich, einen Schritt zurückzutreten, um sich damit auseinanderzusetzen."
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Quellen: dpa (via t3n)
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