Planetenjagd geht auch preiswert - mit einem Fast-Weltraum-Teleskop
Für extrem hochwertige Beobachtungen in der Astronomie brauchte man bisher auch extrem teure Teleskope. Ein neues Projekt für die Suche nach Exoplaneten nimmt nun den Mittelweg zwischen den beiden bisherigen Konzepten und kann dabei sehr viel Geld sparen.
Planeten in anderen Sonnensystemen lassen sich bisher im Grunde nur indirekt beobachten. Der wichtigste Indikator ist ein leichter Abfall der von einem Stern ausgesandten Lichtmenge, wenn einer seiner Planeten an ihm vorbeizieht. Will man diese winzigen Effekte von der Erde aus messen, benötigt man eine Sternwarte mit sehr aufwendiger Technik, um die atmosphärischen Störungen aus den Daten herauszurechnen. Oder man verwendet ein Weltraumteleskop, das nur mit enormen Kosten zu bauen und an seinen Arbeitsplatz geschickt werden kann.
Sehr viel billiger hat man es nun aber beim "PICTURE-C"-Projekt hinbekommen, indem man einen Mittelweg geht. Hier kommt ein Teleskop zum Einsatz, das mit einem großen Wetterballon an den oberen Rand unserer Atmosphäre gebracht wird. Dadurch sind im Grunde kaum noch Störungen durch flirrende Luftschichten vorhanden und Start sowie Betrieb sind wesentlich billiger als eine Raumfahrtmission.
Finanziert wurde das ganze Projekt von der US-Raumfahrtbehörde NASA, die dafür lediglich 5,6 Millionen Dollar bereitstellte. Das ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was ein Weltraumteleskop kostet. Der erste Start erfolgte nun in Fort Sumner im US-Bundesstaat New Mexico. Dabei arbeitete das Teleskop über einige Stunden hinweg. Es kam schließlich an Fallschirmen wieder zurück auf die Erde, wo man es für einen weiteren Start fertigmachen kann.
Siehe auch: Mysterium Mondblitze: KI und Teleskop-System sollen Rätsel klären
Sehr viel billiger hat man es nun aber beim "PICTURE-C"-Projekt hinbekommen, indem man einen Mittelweg geht. Hier kommt ein Teleskop zum Einsatz, das mit einem großen Wetterballon an den oberen Rand unserer Atmosphäre gebracht wird. Dadurch sind im Grunde kaum noch Störungen durch flirrende Luftschichten vorhanden und Start sowie Betrieb sind wesentlich billiger als eine Raumfahrtmission.
Mit 680 Kilogramm in den Himmel
Das Teleskop selbst ist etwa 4,25 Meter lang und 1 Meter breit und hoch. Es wiegt rund 680 Kilogramm. Mit dem Ballon wird es in eine Höhe von rund 38 Kilometern gebracht - dort ist kaum noch eine Atmosphäre vorhanden. Um den Aufstieg hinzubekommen, wird ein Ballon benötigt, der ungefähr die Größe eines Fußball-Feldes einnimmt und mit Helium befüllt wird.Finanziert wurde das ganze Projekt von der US-Raumfahrtbehörde NASA, die dafür lediglich 5,6 Millionen Dollar bereitstellte. Das ist nur ein winziger Bruchteil dessen, was ein Weltraumteleskop kostet. Der erste Start erfolgte nun in Fort Sumner im US-Bundesstaat New Mexico. Dabei arbeitete das Teleskop über einige Stunden hinweg. Es kam schließlich an Fallschirmen wieder zurück auf die Erde, wo man es für einen weiteren Start fertigmachen kann.
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