Revolution für die Tierbeobachtung: ICARUS lässt uns genau hinschauen

Sender, Vogel, Tier, Icarus Bildquelle: DLR
Eigentlich sollte das Projekt schon vor Monaten starten, doch Unstimmig­keiten zwischen den Verantwortlichen haben den Beginn immer weiter hinausgezögert. Jetzt kann das Tierbeobachtungssystem ICARUS in Betrieb genommen werden. Damit wird die Erfassung von einzelnen Tieren mit bisher unerreichter Genauigkeit möglich.

Tierbeobachtung auf einem ganz neuen Niveau

Weltraumgestützte Tierbeobachtung ist keine neue Idee, schon seit einer ganzen Weile werden GPS-Tracker genutzt, um die Bewegungen von Tieren über den Globus zu verfolgen. Mit dem deutsch-russischen Gemeinschaftsprojekt ICARUS (International Cooperation for Animal Research Using Space) sollen die Möglichkeiten zur Beobachtung aber auf ein ganz neues Niveau gehoben werden. Wie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mitteilt, wird das System jetzt an den Start gehen.
DLR ICARUSMini-Sender am Boden... DLR ICARUS...Antennen an der ISS
Diesem Start gehen aber einige Monate an Verspätung voraus, in denen wegen Unstimmigkeiten zwischen den Projektteilnehmern nicht weiter am Aufbau des Projekts gearbeitet werden konnte. Die technische Basis bildet dabei ein System, das schon im Sommer 2018 auf der Internationalen Raumstation installiert worden war. Es besteht aus mehrere Antennen, die auf der Außenseite der ISS montiert sind. DLR ICARUSDie Datenübertragung bei ICARUS Am anderen Ende des Systems stehen 5 Gramm leichte Minisender, die neben einem GPS-Modul auch Sensoren für Geschwindigkeit, Temperatur und das Magnetfeld der Erde mitbringen. Die gesammelten Daten werden dann in regelmäßigen Abständen an die ISS übermittelt. Nach aktueller Planung sollen alle Komponenten des Systems dann spätestens im Winter 2019 den Wissenschaftlern in vollem Umfang zur Verfügung stehen und gesammelte Daten in die offene Datenbank Movebank einfließen.

Kommerzielle Nutzung

Wie heise in seinem Bericht ausführt, war die Unstimmigkeit zwischen den Projektpartnern auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass sich die Russische Raumfahrtagentur Roskosmos neben der wissenschaftlichen auch eine kommerzielle Nutzung des Systems wünscht. Dieser Wunsch werde jetzt zwischen den Beteiligten diskutiert, eine Nutzung durch das Militär oder Sicherheitsbehörden ist aber durch den Kooperationsvertrag ausgeschlossen. Sender, Vogel, Tier, Icarus Sender, Vogel, Tier, Icarus DLR
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