Geschnappt: Bande hat iPhones für 19 Millionen Dollar geklaut
Die US-Behörden konnten nach längeren Ermittlungen eine Gruppe dingfest machen, die sich über Jahre hinweg zahlreiche iPhones ergaunerte und diese dann auf dem Schwarzmarkt verkaufte. Es handelte sich jeweils um Neugeräte mit einem Handelsvolumen, das sich auf rund 19 Millionen Dollar summierte.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Bundesstaates New York hat man es mit sechs Personen zu tun, die nun wegen Betruges, Verschwörung und Identitätsdiebstahl angeklagt werden sollen. Das Vorgehen zeigt dabei einmal mehr, dass Kriminelle sich immer neue Möglichkeiten überlegen, um an Geräte mit hohem Wiederverkaufswert zu gelangen. Aufgrund der eingebauten Schutzvorrichtungen in modernen Smartphones kommt man mit dem klassischen Diebstahl eher nicht mehr weiter.
Die Kriminellen verschafften sich daher möglichst umfassende Informationen über Verbraucher aus dem ganzen Land. Mit deren Identitäten besuchten sie Filialen von Mobilfunkanbietern in zahlreichen Regionen der USA und gaben an, gern ein Neugerät erwerben zu wollen. Dabei wurde möglichst eine Ratenzahlung mit Abbuchung vom Konto des Opfers vereinbart - wahrscheinlich in der Annahme, dass kleinere, regelmäßige Abbuchungen nicht so schnell auffallen wie die einmalige Zahlung eines großen Betrages. Gefälschte Kreditkarten taten ihr Übriges.
Design-Konzept: So könnte das diesjährige Apple iPhone XI aussehen.
Bei einer Überprüfung der fraglichen Pakete fand man dann rund 250 iPhones auf einmal. Hier war nun ein Ansatz gefunden, wie man den Verdächtigen auf die Schliche kommen konnte. Zwar wird das weitere Vorgehen nicht genau ausgeführt, doch ist anzunehmen, dass die Pakete letztlich weitergeleitet wurden und man dann nur noch warten musste, wer die Sendungen abholt.
Die Kriminellen verschafften sich daher möglichst umfassende Informationen über Verbraucher aus dem ganzen Land. Mit deren Identitäten besuchten sie Filialen von Mobilfunkanbietern in zahlreichen Regionen der USA und gaben an, gern ein Neugerät erwerben zu wollen. Dabei wurde möglichst eine Ratenzahlung mit Abbuchung vom Konto des Opfers vereinbart - wahrscheinlich in der Annahme, dass kleinere, regelmäßige Abbuchungen nicht so schnell auffallen wie die einmalige Zahlung eines großen Betrages. Gefälschte Kreditkarten taten ihr Übriges.
Design-Konzept: So könnte das diesjährige Apple iPhone XI aussehen.
Einmal unvorsichtig
Die Mobiltelefone, die den Betrügern überreicht wurden, schickte man alsbald nach New York, von wo aus der Weiterverkauf auf dem Schwarzmarkt organisiert wurde. Einen großen Schlag erzielten die Ermittler, als ein Mitarbeiter eines Paketdienstes stutzig wurde, als mit einem Mal eine ungewohnt große Menge an Sendungen postlagernd verschickt wurden - also nicht an eine konkrete Adresse.Bei einer Überprüfung der fraglichen Pakete fand man dann rund 250 iPhones auf einmal. Hier war nun ein Ansatz gefunden, wie man den Verdächtigen auf die Schliche kommen konnte. Zwar wird das weitere Vorgehen nicht genau ausgeführt, doch ist anzunehmen, dass die Pakete letztlich weitergeleitet wurden und man dann nur noch warten musste, wer die Sendungen abholt.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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