Galaxy S10: Ultraschall-Fingerabdruckleser per 3D-Drucker ausgetrickst
In den neuen Top-Smartphones der Samsung Galaxy S10-Serie steckt erstmals ein von Qualcomm entwickelter Ultraschall-Fingerabdruckleser, der eigentlich durch die Erfassung von Tiefeninformationen für mehr Sicherheit sorgen soll. Jetzt hat ein Tüftler das System offenbar erstmals ausgetrickst - mit Hilfe eines hochpräzisen 3D-Druckers.
Wie Reddit-User DarkShark9 anhand einer bei Imgur veröffentlichten, recht detaillierten Beschreibung erklärt, gelang es ihm offenbar, den Ultraschall-basierten Fingerabdruckleser seines Samsung Galaxy S10+ zu überlisten. Die Grundlage war dabei ein mit dem Smartphone abfotografierter Fingerabdruck auf einem Weinglas, das mit Hilfe einiger Soft- und Hardware-Werkzeuge weiterverarbeitet wurde.
Alles begann mit dem Foto eines Fingerabdrucks auf einem Weinglas
Konkret wurde das Foto des Fingerabdrucks zunächst in Photoshop bearbeitet, um den Kontrast zu erhöhen und eine Alpha-Maske zu erstellen. Diese wiederum wurde in das Programm 3ds Max übertragen, um dort über Geometrieverschiebung ein 3D-Modell zu generieren, das die Höhen und Tiefen der Oberfläche der Fingerspitze im Detail enthält. Das so entstandene 3D-Modell wurde dann mit einem hochpräzisen 3D-Drucker vom Typ Anycubic Photon LCD mit entsprechendem Resin auf eine Trägerplatte aufgebracht.
Sein Ansatz sei bei Verwendung einer höher auflösenden digitalen Spielreflexkamera sicherlich noch einfacher umzusetzen. Insgesamt schien der Vorgang dem Tüftler erstaunlich leicht von der Hand zu gehen. Allerdings ist zu bedenken, dass ein solches Vorhaben wohl doch einige Stunden an Arbeit bedeutet. Die Kosten für den hochpräzisen 3D-Drucker halten sich mit umgerechnet etwas mehr als 400 Euro aber durchaus in Grenzen.
Dass sich auch der 3D-Fingerabdruckleser von Qualcomm im Galaxy S10 austricken lässt, dürfte eigentlich kaum überraschen. Allerdings ist schon erheblich mehr Aufwand nötig als etwa bei den optischen Fingerabdrucklesern, die andere Smartphone-Hersteller in ihren Geräten verbauen. Da sich auch Iris-Scanner und laserbasierte Systeme zur Gesichtserkennung durchaus austricksen lassen, sollten sicherheitsbewusste Anwender wohl weiterhin lieber zu einem ausreichend langen Pin-Code oder Passwort greifen, um ihr Smartphone vor dem unerwünschten Zugriff durch Dritte zu schützen.
Alles begann mit dem Foto eines Fingerabdrucks auf einem Weinglas
Konkret wurde das Foto des Fingerabdrucks zunächst in Photoshop bearbeitet, um den Kontrast zu erhöhen und eine Alpha-Maske zu erstellen. Diese wiederum wurde in das Programm 3ds Max übertragen, um dort über Geometrieverschiebung ein 3D-Modell zu generieren, das die Höhen und Tiefen der Oberfläche der Fingerspitze im Detail enthält. Das so entstandene 3D-Modell wurde dann mit einem hochpräzisen 3D-Drucker vom Typ Anycubic Photon LCD mit entsprechendem Resin auf eine Trägerplatte aufgebracht.
Drei Druckversuche waren nötig
Der Druckvorgang sei innerhalb von weniger als einer Viertelstunde erledigt gewesen, so der Tüftler. Bis er die richtige Höhe für die künstlich nachempfundenen Vertiefungen in der Fingeroberfläche herausgefunden hatte, waren allerdings zwei vorangegangene Druckversuche gescheitert. Beim dritten Versuch klappte das Ganze jedoch, so dass der Tüftler sein Galaxy S10+ inzwischen ohne weiteres mit dem nachgebauten Fingerabdruck entsperren kann.Sein Ansatz sei bei Verwendung einer höher auflösenden digitalen Spielreflexkamera sicherlich noch einfacher umzusetzen. Insgesamt schien der Vorgang dem Tüftler erstaunlich leicht von der Hand zu gehen. Allerdings ist zu bedenken, dass ein solches Vorhaben wohl doch einige Stunden an Arbeit bedeutet. Die Kosten für den hochpräzisen 3D-Drucker halten sich mit umgerechnet etwas mehr als 400 Euro aber durchaus in Grenzen.
Dass sich auch der 3D-Fingerabdruckleser von Qualcomm im Galaxy S10 austricken lässt, dürfte eigentlich kaum überraschen. Allerdings ist schon erheblich mehr Aufwand nötig als etwa bei den optischen Fingerabdrucklesern, die andere Smartphone-Hersteller in ihren Geräten verbauen. Da sich auch Iris-Scanner und laserbasierte Systeme zur Gesichtserkennung durchaus austricksen lassen, sollten sicherheitsbewusste Anwender wohl weiterhin lieber zu einem ausreichend langen Pin-Code oder Passwort greifen, um ihr Smartphone vor dem unerwünschten Zugriff durch Dritte zu schützen.
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