iPhone: Start von 5G-Modellen könnte nochmal an Intel scheitern
Aus der Perspektive von iPhone-Nutzern müssen die Mobilfunkbetreiber beim Aufbau der 5G-Netze wahrscheinlich keine sonderlich große Eile an den Tag legen. Denn es deutet sich inzwischen an, dass die ersten Apple-Smartphones mit 5G-Support wohl doch nicht wie geplant im kommenden Jahr auf den Markt kommen werden.
Apple steckt in der Angelegenheit in einer Zwickmühle. Qualcomm kann zwar zeitnah 5G-Modems liefern, doch zwischen den beiden Unternehmen herrscht im Grunde komplett Eiszeit. Solange die laufenden Streitereien nicht gelöst sind, wird hier wohl kein größeres Geschäft zustande kommen. Bleibt als Alternative noch Intel - doch der Chiphersteller bekommt seine Mobilfunkchips bisher nur recht bedingt in den Griff, wie aus einem Bericht von Fast Company hervorgeht.
Eigentlich wollte der Halbleiterkonzern das 5G-Modem XMM 8060 längst in der Massenproduktion haben. Das klappte allerdings nicht und inzwischen werden die Chips nur noch in Kleinserien gefertigt und als Entwicklerplattform verkauft. Stattdessen will man den Nachfolger XMM 8160 an den Start bringen - allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2019, was angesichts der Entwicklung bei den Infrastrukturen immer noch völlig ausreichen würde.
Darauf wird man sich in Cupertino aber nicht einlassen. Lieber bringt man erst einmal noch eine iPhone-Generation auf den Markt, die nur auf 4G-Verbindungen setzt. Wahrscheinlich wäre das für die meisten Nutzer auch wesentlich besser zu verschmerzen als eine deutliche Verschiebung neuer Modelle. Denn die 5G-Infrastrukturen werden in den meisten Regionen wohl ohnehin erst im Laufe des Jahres 2021 richtig breit ausgerollt, so dass man ohnehin meist noch über LTE arbeiten würde, das ja hinsichtlich der Bandbreite eher keine Probleme bereitet.
Eigentlich wollte der Halbleiterkonzern das 5G-Modem XMM 8060 längst in der Massenproduktion haben. Das klappte allerdings nicht und inzwischen werden die Chips nur noch in Kleinserien gefertigt und als Entwicklerplattform verkauft. Stattdessen will man den Nachfolger XMM 8160 an den Start bringen - allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte 2019, was angesichts der Entwicklung bei den Infrastrukturen immer noch völlig ausreichen würde.
Intel lahmt
Bei Apple rechnet man inzwischen aber damit, dass daraus auch wieder nichts wird und Intel erst irgendwann 2020 in größeren Mengen liefern kann. Das würde allerdings bedeuten, dass Apple ein enormes Risiko eingehen müsste. Wenn dann zum Start der entsprechenden iPhone-Generation im September nicht mit ausreichend Vorlaufzeit genügend XMM 8160-Chips verfügbar wären, könnte der komplette Release zu einem Flop werden.Darauf wird man sich in Cupertino aber nicht einlassen. Lieber bringt man erst einmal noch eine iPhone-Generation auf den Markt, die nur auf 4G-Verbindungen setzt. Wahrscheinlich wäre das für die meisten Nutzer auch wesentlich besser zu verschmerzen als eine deutliche Verschiebung neuer Modelle. Denn die 5G-Infrastrukturen werden in den meisten Regionen wohl ohnehin erst im Laufe des Jahres 2021 richtig breit ausgerollt, so dass man ohnehin meist noch über LTE arbeiten würde, das ja hinsichtlich der Bandbreite eher keine Probleme bereitet.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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