Apples kommendem Abodienst sollen wichtige Zeitungen fehlen
In einer Woche will Apple voraussichtlich seinen Zeitschriftenabo-Service zum Pauschalpreis vorstellen. Doch zwei der wichtigsten Publikationen in den USA sollen einem Medienbericht zufolge wegen Ressentiments gegenüber dem Geschäftsmodell Apples nicht an Bord sein.
Die New York Times und die Washington Post hätten sich bisher noch nicht für die Teilnahme an Apple News entschieden. Der Abonnement-Service soll Gerüchten zufolge am 25. März 2019 vorgestellt werden und wie Apple Music pro Monat 10 Dollar Gebühr kosten. Dem Bericht des US-Magazins Business Insider zufolge verweigern aber eben mindestens zwei große US-Zeitungen die Teilnahme.
Der Bericht stützt sich auf Befragungen von mehreren hochrangigen Medienvertretern, die von den Verhandlungen Kenntnis haben sollen. Das Wall Street Journal führe demnach zumindest "produktive Gespräche" mit Apple und sieht den Service als eine Möglichkeit, seinen Leserkreis zu vergrößern. Das ist bei der New York Times und der Washington Post offenbar nicht der Fall.
Außerdem sollen Verleger nur 5 Dollar pro Abonnenten und Monat von Apple erhalten. Für einige Abos werden von den Verlagen bisher aber 10 oder mehr Dollar pro Monat verlangt. Die New York Times berechnet 15 Dollar pro Monat für den digitalen Zugang, während das Wall Street Journal 39 Dollar und die Washington Post 10 Dollar verlangen. Die Beteiligung an Apple News wäre also ein Verlustgeschäft und könnte zu massenhaften Kündigungen von klassischen Abos führen.
Der Bericht stützt sich auf Befragungen von mehreren hochrangigen Medienvertretern, die von den Verhandlungen Kenntnis haben sollen. Das Wall Street Journal führe demnach zumindest "produktive Gespräche" mit Apple und sieht den Service als eine Möglichkeit, seinen Leserkreis zu vergrößern. Das ist bei der New York Times und der Washington Post offenbar nicht der Fall.
Verlustgeschäft vs. Reichweite
Apple soll gegenüber der Zeitungsbranche Apple Music als Beweis dafür anführen, dass das Unternehmen ein Online-Abonnementmodell zum Erfolg führen kann. Kritiker sagen hingegen, dass Apple fehlerhaft argumentiert: Nachrichten seien nicht mit Musik gleichzusetzen. Viele Nachrichtenartikel seien im Grunde genommen austauschbar, was auf Musik oder Filme nicht zutreffe. Die Menschen würden Zugang zu einer breiten Palette von Musik wollen, lesen aber in der Regel nur vielleicht ein oder zwei Zeitschriften pro Monat.Außerdem sollen Verleger nur 5 Dollar pro Abonnenten und Monat von Apple erhalten. Für einige Abos werden von den Verlagen bisher aber 10 oder mehr Dollar pro Monat verlangt. Die New York Times berechnet 15 Dollar pro Monat für den digitalen Zugang, während das Wall Street Journal 39 Dollar und die Washington Post 10 Dollar verlangen. Die Beteiligung an Apple News wäre also ein Verlustgeschäft und könnte zu massenhaften Kündigungen von klassischen Abos führen.
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