Bugfix auf dem Mars: Neue Befehle sind letzte Hoffnung für Opportunity
Auch wenn sich der Marsrover Opportunity seit einem Unwetter auf dem Mars nicht mehr zurückmeldet: Die letzten Wochen waren für die beteiligten Wissenschaftler zwischen verschiedenen Rettungsversuchen sicher eine echte Achterbahn der Gefühle. Mit einem letzten Versuch klammert man sich an die Hoffnung, dass doch noch Leben in dem Rover streckt: Alles liegt jetzt an neuen Befehlen für den Bordcomputer.
Jetzt oder nie: Opportunity muss antworten oder es ist vorbei
"In den letzten sieben Monaten haben wir mehr als 600 Mal versucht Opportunity zu kontaktieren", sagt Projektmanager John Callas vom Jet Propulsion Laboratory laut Scinexx der NASA. "Auch wenn wir bisher von ihm keine Antwort erhalten haben und die Wahrscheinlichkeit dafür jeden Tag geringer wird, wollen wir jede mögliche Lösung weiter verfolgen, die uns doch noch in Kontakt bringen könnte", so Callas zur Einordnung der aktuellen Bemühungen. Langsam aber sicher kommt das Projektteam dabei aber bei den letzten Punkten auf der Liste der möglichen Lösungen an. Mit neuen Befehlen für den Bordcomputer hofft man, wenigstens ein letztes Lebenszeichen aus Opportunity herauszukitzeln.
"Die neuen Befehle ergänzen die 'sweep and beep‘-Kommandos, die wir seit September an den Rover schicken", erklärt Callas. Demnach fordern die wiederholt gesendeten Befehle den Rover dazu auf, mit einem kurzen Piep zu antworten, wenn er diese empfängt. Jetzt hat man sich dazu entschieden, diese Funksignale mit Befehlen zu ergänzen, die mögliche Probleme des Rovers beheben könnten. Die Wissenschaftler gehen dabei von drei möglichen Fehlfunktionen aus: Eine fehlerhafte primäre Funkverbindung, ein Ausfall der Radiomodule oder eine falsch laufende Bordcomputer-Uhr.
Dienstzeit schon sehr lange überschritten, trotzdem gibt es noch einen Versuch
Geht hier auf der Erde mit einem Roboter etwas schief, rollt man ihn in die Werkstatt und steckt einen Diagnosestecker ein. Mit den wissenschaftlichen Instrumenten, die wir auf dem Mars betreiben, ist das natürlich nicht ganz so leicht. Wie wir in unserem WinFuture-Wissenschaftspecial über die letzten Monate berichten konnten, hat sich um den dienstältesten Marsrover Opportunity seit dem letzten Sommer eine dramatische Geschichte entwickelt. Nach 15 Jahren auf dem Mars steht der Rover, seit einem der größten globalen Staubstürme, offenbar vor dem endgültigen Ende seiner Mission. Jetzt unternimmt das verantwortliche Team einen letzten Versuch, den altehrwürdigen Roboter doch noch einmal wiederzubeleben.
Jetzt oder nie: Opportunity muss antworten oder es ist vorbei
"In den letzten sieben Monaten haben wir mehr als 600 Mal versucht Opportunity zu kontaktieren", sagt Projektmanager John Callas vom Jet Propulsion Laboratory laut Scinexx der NASA. "Auch wenn wir bisher von ihm keine Antwort erhalten haben und die Wahrscheinlichkeit dafür jeden Tag geringer wird, wollen wir jede mögliche Lösung weiter verfolgen, die uns doch noch in Kontakt bringen könnte", so Callas zur Einordnung der aktuellen Bemühungen. Langsam aber sicher kommt das Projektteam dabei aber bei den letzten Punkten auf der Liste der möglichen Lösungen an. Mit neuen Befehlen für den Bordcomputer hofft man, wenigstens ein letztes Lebenszeichen aus Opportunity herauszukitzeln.
"Die neuen Befehle ergänzen die 'sweep and beep‘-Kommandos, die wir seit September an den Rover schicken", erklärt Callas. Demnach fordern die wiederholt gesendeten Befehle den Rover dazu auf, mit einem kurzen Piep zu antworten, wenn er diese empfängt. Jetzt hat man sich dazu entschieden, diese Funksignale mit Befehlen zu ergänzen, die mögliche Probleme des Rovers beheben könnten. Die Wissenschaftler gehen dabei von drei möglichen Fehlfunktionen aus: Eine fehlerhafte primäre Funkverbindung, ein Ausfall der Radiomodule oder eine falsch laufende Bordcomputer-Uhr.
Befehle über Wochen
In den kommenden Wochen sollen die Befehle jetzt unter anderem das Ersatzfunkmodul aktivieren und die Borduhr neu einstellen - wenn Opportunity diese denn überhaupt noch empfängt. Weitere Versuche, den stillen Rover zum Reden zu bewegen, wird es wohl nicht mehr geben, da auf dem Mars ein Jahreszeitenwechsel ansteht: "Das Ende der Windsaison könnte daher das Ende für den Rover bedeuten", sagt Steven Squyres, wissenschaftlicher Leiter der Mission von der Cornell University. "Uns läuft die Zeit davon."
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