5G-Netz: Auktion ist startbereit - Telekom plant Frühstart in Berlin

Mobilfunk, Lte, 5G, 4g, Mobilfunkmast, Sendestation Bildquelle: Nadine Dressler
Viele Smartphone-Anbieter kündigten bereits 5G-Geräte an - ohne dass es das Netz gibt. Das wird wohl auch - zumindest in Deutschland - die nächsten Jahre so bleiben. Erst 2021 kann mit einem funktionierenden Netz der 5. Mobilfunkgeneration gerechnet werden. Gestartet wird mit dem Ausbau in Berlin. Die Bundesnetzagentur hat vier Unternehmen zur Versteigerung der 5G-Frequenzen zugelassen. Über deren Anträge müsse nun schnell entschieden werden, denn die Auktion startet in der zweiten Märzhälfte, verkündete die Bundesnetzagentur über Twitter.

Vodafone, Telekom, Telefónica und 1&1-Drillisch bieten mit

Bei den Antragstellern handelt es sich um die drei bisherigen Netzbetreiber Vodafone, Telefónica und Deutsche Telekom sowie um den aufstrebenden Mobilfunk-Discounter 1&1-Drillisch, der noch kein eigenes Netz hat. Die Telekom hat Berlin derweil zum 5G-Hotspot erklärt. Spätestens im Sommer soll in der Hauptstadt mit dem Ausbau begonnen werden und Berlin und angrenzendes Umland zur Modellregion werden. Die Verträge mit dem Senat sind bereits unter Dach und Fach, hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gemeldet.

5G-Antennen auch an Bushaltstellen und Straßenlaternen

Der Vertrag sieht vor, dass die Telekom für die Installation der Mobilfunkstationen zuständig ist und die Stadt die dafür notwendigen Genehmigungen zügig erteilt. Bei der Beschaffung von Plätzen auf geeigneten Gebäuden arbeiten Senat, Bezirke, städtische Betriebe und das Grünflächenamt zusammen. 5G-Antennenstandorte sollen neben Gebäudedächern auch Bushaltestellen und Straßenlaternen werden.

Der Netz-Aufbau soll in drei Phasen verlaufen. Beginnen soll der Ausbau an Wissenschafts- und Technologiestandorten wie Adlershof und dem Siemens-Innovationscampus. Danach folgen große Veranstaltungsorte wie die Messe Berlin. Anschließend werden verkehrsreiche Plätzen wie der Potsdamer Platz oder die Stadtautobahn sowie die Berliner U-Bahn mit der verbesserten Funktechnik ausgestattet werden.

Die Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) erhofft sich von dem Ausbau auch einen Anschub und Vorteil für die Start-up-Szene der Stadt, die ihre Entwicklungen "in einem realen Umfeld mit realen Nutzern" erproben können.

Telekom plant Ausbau auch in anderen Städten

5G, das bis zu 100-mal schneller ist als das heute gebräuchliche LTE (4G), ist wichtig, um sämtliche KI-Innovationen weiter voranzubringen. Der sichere Betrieb für autonomes Fahren, die Steuerung von Robotern und Industrieanlagen sind ohne den Netzausbau nicht in dem gewünschten Maßstab möglich.

Laut der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung führe die Telekom auch mit anderen Kommunen Gespräche. "Wir streben an, auch kommunale Infrastrukturen für den weiteren Ausbau der Netze zu nutzen", sagte der Telekom-Geschäftsführer für Technik, Walter Goldenits.

Kritik gibt es von vielen Seiten

Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU im Abgeordnetenhaus, Christian Gräff, kritisierte die Auswahl der Deutschen Telekom als einzigen Partner. "Vor allem durch den schleppenden Ausbau des Glasfasernetzes hat die Telekom auch für die deutschen Unternehmen viele Chancen verspielt", so Gräff laut Berliner Morgenpost.


Die Telekommunikationsanbieter klagen dagegen gegen die Auflagen, die an die Vergabe der Bundesnetzagentur geknüpft sind. Die Telekom etwa hält einen Teil der Vorgaben für "unrealistisch und unverhältnismäßig". So sehen die Regeln unter anderem vor, dass auch Funklöcher im bestehenden 4G-Netz in Deutschland verschwinden.

Und Bitkom-Präsident Achim Berg kritisierte: "Wohl noch nie war eine Frequenzversteigerung mit einer solchen Fülle an Unsicherheiten behaftet. Unklar ist unter anderem, ob die Vergaberegeln und Versorgungsauflagen überhaupt Bestand haben werden. Mit ihrer Ankündigung, den Rechtsrahmen im Nachhinein z.B. durch Roaming-Verpflichtungen ändern zu wollen, haben Vertreter von Bundesregierung und Parlament zusätzliche Verunsicherung erzeugt." Auch mögliche gesundheitliche Schäden durch die erhöhte Frequenz und Anzahl der Sender können derzeit nicht ausgeschlossen werden, da entsprechende Langzeitstudien fehlen.

Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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