US-Behörden: Keine Büroklammer mehr ohne Beteiligung Amazons

Usa, Geld, Dollar, Reichtum Bildquelle: Public Domain
Wenn man sich die diversen Beschimpfungen des US-Präsidenten Donald Trump in Richtung von Jeff Bezos ansieht, dürfte man meinen, Amazon habe es schwer, Geschäfte mit der aktuellen US-Regierung zu machen. Das Gegenteil ist allerdings der Fall: Der Konzern dürfte sich bald weitgehend selbst zum zentralen Lieferanten machen. Bei der Beschaffungsbehörde GSA soll in der nächsten Zeit ein neues Portal entstehen, auf dem die zahlreichen Bundesämter alle möglichen Produkte von Briefklammern bis zu Bürostühlen bestellen können. Und die Amazon-Lobbyisten sollen dafür sorgen, dass der Handelskonzern auf diesem eine zentrale Rolle spielen wird. Das geht aus einem Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian hervor, der sich auf entsprechende E-Mail-Korrespondenzen beruft.

Die wichtigste Person ist dabei Anne Rung. Diese war zu Zeiten der Obama-Regierung in leitender Position bei der GSA tätig. Heute gehört sie zum Amazon-Management und steht weiterhin in Kontakt zu ihren ehemaligen Kollegen bei der Regierungsbehörde, die Milliarden-Umsätze bringen kann. Das Ergebnis des Austausches war unter anderem der Entwurf für eine gesetzliche Regelung für die Neugestaltung des Beschaffungsportals, das inoffiziell als Amazon-Novelle bezeichnet und schon vor einiger Zeit beschlossen wurde.

Vermittler für alles

Es ist keineswegs so, dass in dem neuen Beschaffungsportal nur Amazon als Lieferant in Frage kommt - das wäre letztlich zu plump und offensichtlich. Allerdings wird es wohl auch kaum Geschäfte geben, die hier komplett an dem Handelskonzern vorbeilaufen. Das Unternehmen wird insbesondere in vielen Fällen, in denen es um Bestellungen verschiedener Behörden bei lokalen Anbietern geht, eine Vermittlerrolle einnehmen.

Der Staat ist ohne Frage der lukrativste Kunde, den sich ein Handelsunternehmen nur wünschen kann. Die Bestellungen der GSA umfassen jährlich immerhin ein Volumen von über 50 Milliarden Dollar. Nicht umsonst hat Amazon seine neuen Standorte, die Ableger des Firmensitzes darstellen, in der Nähe der Bundeshauptstadt angesiedelt. Und wie es aussieht, hat Rung dafür gesorgt, dass man noch deutlich direkter in eine hervorragende Geschäftsposition kommt - im Gegenzug, so hieß es, seien auch schon Posten beim Unternehmen in Aussicht gestellt worden.

Siehe auch: Amazon erfindet eine Stadt: Neue Hauptquartiere in New York & Virginia Usa, Geld, Dollar, Reichtum Usa, Geld, Dollar, Reichtum Public Domain
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