Huawei: Tochter des Gründers gegen Kaution frei - dank Freunden

Huawei, Meng Wanzhou, CFO, Sabrina Meng, Chief Financial Officer Bildquelle: Huawei
Nach der aufsehenerregenden Festnahme der Finanzchefin von Huawei durch die kanadische Polizei im Auftrag der US-Behörden kommt die Frau, die gleichzeitig auch die Tochter des Huawei-Gründers und Mutter von vier Kindern ist, jetzt gegen Kaution auf freien Fuß. Möglich macht das die Hilfe von Freunden und Familienmitgliedern, die Sicherheitsleistungen zugesichert haben. Meng Whanzhou, Finanzchefin von Huawei und Tochter des Unternehmensgründers, wird nach der jüngsten Entscheidung eines Gerichts in der kanadischen Westküstenmetropole Vancouver gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt, berichtet der Wirtschaftsdienst Bloomberg. Ihr droht weiterhin die Auslieferung an die USA, wo man ihr Betrug und Verstöße gegen US-Sanktionen gegen den Iran vorwirft. Meng war vor mehr als einer Woche in Vancouver verhaftet worden, als sie am Flughafen der Stadt umsteigen wollte, um nach Mexiko zu reisen.

Das Oberste Gericht der kanadischen Provinz British Columbia stimmte Mengs Ersuchen auf Freilassung gegen Kaution zu, nachdem vier frühere Kollegen und Freunde sich dem Versprechen ihres Mannes angeschlossen hatten, Sicherheitsleistungen in Höhe von 10 Millionen Kanada-Dollar zu hinterlegen. Dies entspricht umgerechnet fast 6,6 Millionen Euro. Die sogenannten "Sureties" haften dabei nicht nur mit Bargeld, sondern auch mit ihrem Immobilienvermögen.

Die Unterstützer von Mengs Kautionsersuchen müssen außerdem sicherstellen, dass sie Kanada nun nicht verlässt und die anderen Bedingungen für ihre vorläufige Freilassung einhält. Die ranghohe Managerin des größten chinesischen Telekommunikationsausrüsters und Smartphone-Herstellers darf nun zwar in ihrer Wohnung in Vancouver bleiben, wird dort aber dauerhaft überwacht - inklusive einer Fußfessel und Sicherheitsbeamten vor den Türen.

Meng musste außerdem ihre in Hong Kong und China ausgestellten Pässe abgeben. Die 46-Jährige soll hinter einem Komplott stehen, das Banken dazu gebracht haben soll, unwissentlich Transaktionen freizugeben, die in Verbindung mit Geschäften im Iran stehen. Weil dabei das US-Bankensystem involviert war, sehen die US-Behörden darin einen Verstoß gegen die Iran-Sanktionen. Die USA haben nun knapp zwei Monate Zeit, eine Auslieferung zu beantragen, um Meng den Prozess zu machen.

Siehe auch:
Huawei, Meng Wanzhou, CFO, Sabrina Meng, Chief Financial Officer Huawei, Meng Wanzhou, CFO, Sabrina Meng, Chief Financial Officer Huawei
2018-12-12T12:47:00+01:00
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