Telekom setzt trotz Verdächtigungen auf Huawei - testet aber genau

Mobilfunk, Lte, Antenne, Sendemast Bildquelle: Telefonica
Die Deutsche Telekom will trotz der immer wieder auftauchenden Spionage-Verdächtigungen auf Mobilfunk-Anlagen setzen, die vom chinesischen Anbieter Huawei hergestellt werden. Diese werden also auch und gerade in der kommenden 5G-Infrastruktur eine Rolle spielen. Bedenken habe man diesbezüglich nicht.
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Insbesondere aus den USA wird immer wieder gegen Huawei gewettert und das Unternehmen hat sich bereits vor einiger Zeit von dem Markt zurückgezogen. In Australien wurde die Verwendung von Huawei-Anlagen sogar behördlich untersagt. Vorgeschoben werden dabei immer wieder unbelegte Behauptungen, dass der Produzent und der chinesische Staat die Technologie nutzen könnte, um die Kommunikation in den westlichen Staaten auszuspionieren.

Für den Chef der IT-Sicherheit bei der Deutschen Telekom, Thomas Tschersich, ist das am Ende aber im Grunde nur eine Verschwörungstheorie - auch wenn er es etwas dezenter formuliert. Wie er gegenüber der Tageszeitung Welt erklärte, sei es zumindest unwahrscheinlich, dass Daten nach China geschickt würden. Dafür würden eigene Tests durch die Telekom und in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sorgen.

Tiefgehende Tests

Immer wieder werden bei Lieferungen stichprobenhaft Geräte aus den Chargen herausgenommen und im Testzentrum in Bonn bis ins Details getestet und auch auseinandergenommen. Hinzu kommt, dass auch das Verhalten der Anlagen im laufenden Betrieb überwacht wird und es dabei auffallen würde, wenn Daten auf ungewöhnliche Routen geleitet würden. In solch einem Falle würde man das System jeweils aus dem Netz nehmen und einer tiefergehenden Prüfung unterziehen. Das ist ein normaler Vorgang, der nicht nur bei Huawei-Systemen zum Tragen kommt - immerhin wird auf diese Weise auch erkannt, wenn sich Malware eingenistet hat und aktiv wird oder Systeme von Angreifern übernommen wurden.

Bei der Telekom sieht man daher sich und die Nutzer hinreichend gegen Spionage-Aktivitäten geschützt und man hat auch keinen Grund, beim Netzausbau auf einzelne Anbieter zu verzichten. Ohnehin will die Telekom mit einer gemischten Infrastruktur arbeiten, in der Anlagen von Huawei, Ericsson, Nokia und Cisco zum Einsatz kommen. "Mit Blick auf zeitnahe Ausbau- und Investitionsbedarfe wird man es sich in Deutschland nur schwer leisten können, leistungsstarke Zulieferer auszuschließen", sagte Tschersich.

Siehe auch: Wegen Spionage-Angst: USA starten Kampagne gegen Huawei

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