National Theatre: Datenbrillen untertiteln jetzt die Echtwelt
Der anfängliche Hype um Datenbrillen ist weitgehend abgeflaut, doch kristallisieren sich in einigen Nischen durchaus sinnvolle Anwendungen heraus. Am National Theatre in London ermöglichen solche Systeme jetzt beispielsweise, dass sich die Theater-Besucher wie beim Film die Untertitel zum gesprochenen Wort auf der Bühne anzeigen lassen können.
Die entsprechenden Datenbrillen sollen vor allem Menschen mit Hörbehinderung wieder einen besseren Zugang zum Theater bieten. In der Vergangenheit behalf man sich in dem britischen Haus damit, Texte auf Bildschirmen neben der Bühne anzuzeigen - dabei ist es für die Besucher dann aber schwer, das Geschehen auf der Bühne mitzuverfolgen, während man am Text bleibt. Und auch Experimente einer Bereitstellung auf dem Smartphone verliefen nicht besonders gut, weil hier im Grunde das gleiche Problem auftritt.
Theater-Besucher erleben Untertitel
Untertitel sind hingegen ein gewohnt gut funktionierendes Mittel, um das gesprochene Wort auch schriftlich dicht am Geschehen zu zeigen. Und mit den Technologien für Augmented Reality sind diese inzwischen gut in den Theater-Alltag zu integrieren. In der aktuellen Spielzeit können Besucher im Kriegsdrama "War Horse" sowie im Musical "Hadestown" auf die neuen Brillen zurückgreifen, im kommenden Jahr sollen sie für alle Stücke im Programm bereitstehen.
Das gesamte System der Datenbrillen verfolgt daher mit einer Spracherkennung die Dialoge der Schauspieler und auch das Geschehen auf der Bühne selbst - vor allem durch die Einordnung der Lichtverhältnisse. So soll letztlich dafür gesorgt werden, dass die Untertitel stets genau passen und die Nutzer so beispielsweise auch komische Momente direkt mitbekommen. Die Technologie selbst ist letztlich aber auch in anderen Situationen gut vorstellbar - beispielsweise in Verbindung mit Spracherkennung und Echtzeit-Übersetzung für das Verfolgen von Konferenzen.
Siehe auch: Google Glass 2 ist offiziell: Die AR-Brille kehrt für Unternehmen zurück
Theater-Besucher erleben Untertitel
Untertitel sind hingegen ein gewohnt gut funktionierendes Mittel, um das gesprochene Wort auch schriftlich dicht am Geschehen zu zeigen. Und mit den Technologien für Augmented Reality sind diese inzwischen gut in den Theater-Alltag zu integrieren. In der aktuellen Spielzeit können Besucher im Kriegsdrama "War Horse" sowie im Musical "Hadestown" auf die neuen Brillen zurückgreifen, im kommenden Jahr sollen sie für alle Stücke im Programm bereitstehen.
Zwei Jahre Entwicklungszeit
Die Entwicklung der Technologie dauerte immerhin zwei Jahre. Die Brillen selbst wurden vom Technologiekonzern Epson entworfen und durch diesen auch angefertigt. Das Gesamtsystem ist allerdings wesentlich komplexer. Denn es genügt nicht, die Untertitel wie beim Film einmal auf die Handlung anzupassen, da das Bühnengeschehen im Theater in den einzelnen Vorstellungen durchaus variieren kann.Das gesamte System der Datenbrillen verfolgt daher mit einer Spracherkennung die Dialoge der Schauspieler und auch das Geschehen auf der Bühne selbst - vor allem durch die Einordnung der Lichtverhältnisse. So soll letztlich dafür gesorgt werden, dass die Untertitel stets genau passen und die Nutzer so beispielsweise auch komische Momente direkt mitbekommen. Die Technologie selbst ist letztlich aber auch in anderen Situationen gut vorstellbar - beispielsweise in Verbindung mit Spracherkennung und Echtzeit-Übersetzung für das Verfolgen von Konferenzen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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