Update nach über 20 Jahren:
Das Bildformat PNG wird modernisiert
Nach mehr als 20 Jahren erhält das PNG-Bildformat endlich ein umfassendes Update. Die neue Version PNG 3 bringt HDR-Unterstützung, offizielle APNG-Animationen und Exif-Metadaten mit. Damit wird das Format für moderne Anwendungen fit gemacht.
Die neue Version konzentriert sich auf drei Hauptfunktionen: HDR-Unterstützung, offizielle Integration von animierten PNGs und Exif-Metadaten. Diese Ergänzungen sollen PNG wieder konkurrenzfähig zu moderneren Formaten wie AVIF und WebP machen.
Wie Chris Blume, leitender Entwickler der PNG Working Group des World Wide Web Consortium (W3C), in einem Blog mitteilt, wurde die dritte Edition der PNG-Spezifikation jetzt veröffentlicht. Die Arbeitsgruppe hat dabei eng mit Unternehmen aus der Medienbranche zusammengearbeitet, darunter die BBC, Comcast und NBC Universal sowie MovieLabs.
Diese Ergänzung macht PNG-Bilder nur minimal größer, ermöglicht aber einen deutlich erweiterten Farbraum, besonders im Bereich der Grüntöne. Die neue HDR-Unterstützung lässt sich auch auf den Rundfunksektor zurückführen, da Medienunternehmen Interesse an der Darstellung von Untertiteln und Bannern in HDR-Qualität haben.
Animierte PNGs bieten gegenüber GIFs den Vorteil einer besseren Kompression und Unterstützung für Millionen von Farben statt nur 256. Zudem unterstützen sie echte Transparenz, was bei der Darstellung auf verschiedenen Hintergründen von Vorteil ist.
Diese Aktualisierungen funktionieren bereits in vielen beliebten Apps und Systemen. Neben den bereits genannten Medienunternehmen waren auch Adobe, Apple und Google an der Weiterentwicklung von PNG beteiligt.
PNG wurde als patentfreie, technisch überlegene Lösung konzipiert und bot von Anfang an Vorteile wie verlustfreie Kompression und Unterstützung für Transparenz. Am 14. Oktober 1997 wurde "image/png" von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) als eines der offiziellen Internet-Medienformate anerkannt.
In den folgenden Jahren erschienen Version 1.1 im Dezember 1998 und Version 1.2 im August 1999. Im Jahr 2003 wurde PNG zu einem internationalen Standard, und im März 2004 wurde die Standardversion veröffentlicht. Seitdem hat sich das Format nicht mehr wesentlich verändert - bis jetzt.
Was haltet ihr von den neuen PNG-Funktionen? Sind sie eine echte Aufwertung für die Bilder oder sind andere Formate wie AVIF und WebP für euch bereits die bessere Wahl? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
PNG 3 bringt lang erwartete Neuerungen
Das Portable Network Graphics Format (PNG) gehört neben JPEG zu den am weitesten verbreiteten Bildformaten im Internet. Seit seiner letzten großen Aktualisierung im Jahr 2003 sind jedoch mehr als zwei Jahrzehnte vergangen - eine Ewigkeit in der digitalen Welt. Nun gibt es ein Update. Das überarbeitete PNG 3 bringt mehrere wichtige Neuerungen mit sich, die das Format für moderne Anwendungen fit machen sollen.Die neue Version konzentriert sich auf drei Hauptfunktionen: HDR-Unterstützung, offizielle Integration von animierten PNGs und Exif-Metadaten. Diese Ergänzungen sollen PNG wieder konkurrenzfähig zu moderneren Formaten wie AVIF und WebP machen.
Wie Chris Blume, leitender Entwickler der PNG Working Group des World Wide Web Consortium (W3C), in einem Blog mitteilt, wurde die dritte Edition der PNG-Spezifikation jetzt veröffentlicht. Die Arbeitsgruppe hat dabei eng mit Unternehmen aus der Medienbranche zusammengearbeitet, darunter die BBC, Comcast und NBC Universal sowie MovieLabs.
HDR-Unterstützung für erweiterte Farbräume
Hinter der HDR-Unterstützung steht die Integration von Coding Independent Code Points (CICP) zur Farbraumidentifikation. CICP ist eine Spezifikation, mit der angegeben werden kann, welche Farbräume ein Bild verwendet. Der Vorteil liegt in der schlanken Implementierung - CICP speichert die relevanten Informationen in nur vier Zahlen.Diese Ergänzung macht PNG-Bilder nur minimal größer, ermöglicht aber einen deutlich erweiterten Farbraum, besonders im Bereich der Grüntöne. Die neue HDR-Unterstützung lässt sich auch auf den Rundfunksektor zurückführen, da Medienunternehmen Interesse an der Darstellung von Untertiteln und Bannern in HDR-Qualität haben.
APNG wird endlich offizieller Standard
Bisher wurde APNG (Animated Portable Network Graphics) zwar weithin unterstützt, war aber nicht Teil der offiziellen Spezifikation. Mit PNG 3 ist APNG endlich als Erweiterung in die Spezifikation aufgenommen worden. Dies bedeutet eine bessere Standardisierung und Unterstützung für animierte PNG-Dateien.Animierte PNGs bieten gegenüber GIFs den Vorteil einer besseren Kompression und Unterstützung für Millionen von Farben statt nur 256. Zudem unterstützen sie echte Transparenz, was bei der Darstellung auf verschiedenen Hintergründen von Vorteil ist.
Exif-Metadaten für bessere Bildinformationen
PNG hat auch Unterstützung für Exif-Metadaten erhalten. In PNG-Dateien können nun Aufnahmedetails wie Verschlusszeit, Blende und Kameramodell, Copyright-Informationen und sogar GPS-Koordinaten eingebettet werden - eine Funktionalität, die bisher hauptsächlich JPEGs vorbehalten war.Diese Aktualisierungen funktionieren bereits in vielen beliebten Apps und Systemen. Neben den bereits genannten Medienunternehmen waren auch Adobe, Apple und Google an der Weiterentwicklung von PNG beteiligt.
Ausblick auf weitere Verbesserungen
Blume gibt an, dass bereits an der nächsten Aktualisierung gearbeitet wird. Während die vierte Edition von PNG die Interoperabilität von HDR und SDR (Standard Dynamic Range) verbessern soll, verspricht er eine große Änderung für die fünfte Edition: PNG soll eine bessere Kompression erhalten. Die Entwickler diskutieren noch, was dies für die Kompatibilität mit dem bisherigen Format bedeutet.Die bewegte Geschichte des PNG-Formats
Die Ursprünge von PNG reichen bis ins Jahr 1995 zurück, als eine Internetarbeitsgruppe unter der Leitung von Thomas Boutell das Format entwickelte. Der Auslöser war eine Kontroverse um das populäre GIF-Format. Als Unisys begann, Lizenzgebühren für den in GIF verwendeten LZW-Kompressionsalgorithmus zu erheben, suchte die Community nach einer freien Alternative.PNG wurde als patentfreie, technisch überlegene Lösung konzipiert und bot von Anfang an Vorteile wie verlustfreie Kompression und Unterstützung für Transparenz. Am 14. Oktober 1997 wurde "image/png" von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) als eines der offiziellen Internet-Medienformate anerkannt.
In den folgenden Jahren erschienen Version 1.1 im Dezember 1998 und Version 1.2 im August 1999. Im Jahr 2003 wurde PNG zu einem internationalen Standard, und im März 2004 wurde die Standardversion veröffentlicht. Seitdem hat sich das Format nicht mehr wesentlich verändert - bis jetzt.
Was haltet ihr von den neuen PNG-Funktionen? Sind sie eine echte Aufwertung für die Bilder oder sind andere Formate wie AVIF und WebP für euch bereits die bessere Wahl? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- PNG-Bildformat erhält nach über 20 Jahren ein umfassendes Update
- PNG 3 bringt HDR-Unterstützung mit CICP für erweiterten Farbraum
- Animierte PNGs werden jetzt offiziell als Teil der Spezifikation unterstützt
- Exif-Metadaten für Aufnahmedetails und GPS-Daten sind nun integriert
- Entwickler arbeiten bereits an den Versionen 4 und 5 mit besserer Kompression
- PNG entstand 1995 als patentfreie Alternative zum lizenzpflichtigen GIF
- Große Medienunternehmen wie BBC und Adobe waren an der Entwicklung beteiligt
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