Erstes KI-Video-Modell: Midjourney V1 erweckt Standbilder zum Leben

Midjourney erweitert sein KI-Portfolio mit dem neuen V1-Modell, das es Nutzern erlaubt, Bilder in kurze Videos zu verwandeln. Die Funk­tion ist ab sofort verfügbar und positioniert das Unternehmen im wachsenden Markt für KI-Videogenerierung.
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KI-Bild-Pionier macht nun auch Bewegtbild

Das bekannte KI-Startup Midjourney hat sein erstes Videomodell namens V1 offiziell vorgestellt. Die neue Funktion ermöglicht es Nutzern, sowohl hochgeladene als auch mit Midjourney generierte Bilder in kurze Videos zu transformieren. Dabei setzt das Unternehmen auf einen unkomplizierten Ansatz: Mit einem Klick auf den "Animate"-Button werden aus herkömmlichen Standbildern fünfsekündige Videoclips.

Das Besondere an V1 ist entsprechend die einfache Bedienung. Nutzer können zwischen automatischer Animation und manueller Steuerung wählen, wobei letztere ermöglicht, per Textanweisung spezifische Bewegungen zu definieren. Zudem stehen zwei Bewegungsmodi zur Verfügung: "Low Motion" eignet sich für ruhige Szenen mit minimalen Bewegungen, während "High Motion" dynamischere Animationen erzeugt, bei denen sowohl Kamera als auch Objekte in Bewegung sind - wohlgemerkt mit einem erhöhten Risiko für visuelle Fehler.

Midjourney zeigt die Fähigkeiten seines neuen Videomodells V1

Konkurrenz zu OpenAI und Google

Wie TechCrunch berichtet, generiert V1 bei jedem Durchlauf vier verschiedene fünfsekündige Videos zur Auswahl. Diese können anschließend bis zu viermal um je vier Sekunden verlängert werden, wodurch Clips mit einer maximalen Länge von 21 Sekunden entstehen. Damit positioniert sich Midjourney in direkter Konkurrenz zu etablierten KI-Videogeneratoren wie OpenAIs Sora, Adobes Firefly und Googles Veo 3.

Preislich setzt Midjourney auf eine transparente Struktur: Die Videogenerierung kostet etwa achtmal so viel wie die Erstellung eines Einzelbildes. Der günstigste Zugang erfolgt über das Basic-Abonnement für zehn Dollar (etwa 8,70 Euro) pro Monat. Nutzer der teureren Pro-Pläne für 60 Dollar (etwa 52 Euro) und Mega-Pläne für 120 Dollar (etwa 104 Euro) erhalten unbegrenzte Videogenerierungen im langsameren "Relax"-Modus.

Auffällig ist, dass V1 aktuell noch keine Audiogenerierung unterstützt - ein Feature, das einige Konkurrenten bereits bieten. Auch fehlen fortgeschrittene Bearbeitungsfunktionen für Übergänge oder Szenenfolgen. Midjourney betont jedoch, dass dies erst der Anfang sei und künftige Updates weitere Funktionen bringen sollen.

Midjourney kann aktuell positive Schlagzeilen gebrauchen, denn erst kürzlich wurde man von Disney und Universal wegen Urheberrechtsverletzungen verklagt. Die Studios werfen dem Unternehmen vor, seine Modelle mit urheberrechtlich geschützten Charakteren wie Darth Vader, Elsa oder Homer Simpson trainiert zu haben. Die Klage erwähnt explizit auch den neuen Videodienst als potenzielle Quelle weiterer Rechtsverletzungen.

Was haltet ihr von Midjourneys Einstieg in die KI-Videogenerierung? Seht ihr darin eher kreative Möglichkeiten oder rechtliche Probleme? Teilt eure Meinung in den Kommentaren.

Zusammenfassung
  • Midjourney veröffentlicht V1-Modell zur Umwandlung von Bildern in Videos
  • Nutzer können mit einfachem 'Animate'-Button fünfsekündige Clips erstellen
  • Wahlmöglichkeit zwischen 'Low Motion' und 'High Motion' für verschiedene Effekte
  • Videos können auf bis zu 21 Sekunden Länge erweitert werden
  • Preisgestaltung beginnt bei 10 Dollar monatlich für das Basic-Abonnement
  • Audiogenerierung und fortgeschrittene Bearbeitungsfunktionen fehlen noch
  • Disney und Universal klagen wegen möglicher Urheberrechtsverletzungen

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