Sharp warnt: Kauft keine Sharp-TVs in den USA, sie sind nicht gut!
Für Verbraucher, die sich mit den Feinheiten geschäftlicher Beziehungen zwischen diversen Unternehmen nicht besonders gut auskennen, dürfte sich in den USA aktuell eine groteske Situation präsentieren: Sharp warnt die Nutzer davor, Sharp-Fernseher zu kaufen, weil deren Qualität viel zu schlecht sei.
Hintergrund der Geschichte ist ein Deal, den der damals noch eigenständige Konzern Sharp mit dem chinesischen Hersteller Hisense abschloss. Hisense bekam im Jahr 2015 die Lizenzrechte an der Marke Sharp für den US-Markt verkauft und konnte seine Geräte dort nun unter dem bekannten Namen vertreiben. Die Japaner konzentrierten sich in dieser Zeit lieber auf ihr Display-Zulieferer-Geschäft, als sich weiter in dem hart umkämpften Markt für TV-Geräte mit der starken Konkurrenz aus Südkorea herumzuschlagen.
Die Dinge haben sich inzwischen aber geändert. Im vergangenen Jahr wurde Sharp von Foxconn übernommen. Und der weltweit größte Auftragshersteller im Elektronikbereich will sich zunehmend auch selbst als Markenhersteller positionieren, statt nur Hardware für andere große Namen zusammenzuschrauben. Die Akquisition Sharps spielt in diesen Plänen eine wichtige Rolle, wie das Wall Street Journal berichtet.
In der Klage gegen den chinesischen Hersteller führt Sharp mehrere Punkte an, die nachhaltig Schaden anrichten würden. Demnach sollen die Hisense-Geräte sich nicht an Richtlinien zu Strahlungs-Grenzwerten und der Darstellung von Display-Größen halten. Weiterhin würden kräftig geschönte Angaben zur Helligkeit und der Auflösung in der Werbung eingesetzt.
Sollte das Gericht davon überzeugt werden können, dass Hisense tatsächlich Geräte vertreibt, die wesentlich schlechter sind als es die Werbung suggeriert, könnte der Lizenzvertrag womöglich für nichtig erklärt werden. Ansonsten muss Sharp bis 2020 warten, um den Namen selbst wieder verwenden zu können - was den globalen Expansionsplänen Foxconns einen ordentlichen Rückschlag verleihen würde.
Die Dinge haben sich inzwischen aber geändert. Im vergangenen Jahr wurde Sharp von Foxconn übernommen. Und der weltweit größte Auftragshersteller im Elektronikbereich will sich zunehmend auch selbst als Markenhersteller positionieren, statt nur Hardware für andere große Namen zusammenzuschrauben. Die Akquisition Sharps spielt in diesen Plänen eine wichtige Rolle, wie das Wall Street Journal berichtet.
Wer hat denn nun recht?
In den USA gipfelt das Ganze nun in einer Auseinandersetzung vor Gericht. Worum es hier genau geht, ist eine Frage des Standpunktes. Aus der Perspektive von Hisense stellt sich die Sache so dar, dass der Vertragspartner einfach seine Markenrechte vorzeitig zurückhaben will und dafür auch bereit ist, unsaubere Methoden einzusetzen. Sharp hingegen argumentiert, dass Hisense schlicht minderwertige Geräte unter dem Markennamen vertreibt und die Marke so weit über den Zeitraum des Vertrages hinaus beschädige.In der Klage gegen den chinesischen Hersteller führt Sharp mehrere Punkte an, die nachhaltig Schaden anrichten würden. Demnach sollen die Hisense-Geräte sich nicht an Richtlinien zu Strahlungs-Grenzwerten und der Darstellung von Display-Größen halten. Weiterhin würden kräftig geschönte Angaben zur Helligkeit und der Auflösung in der Werbung eingesetzt.
Sollte das Gericht davon überzeugt werden können, dass Hisense tatsächlich Geräte vertreibt, die wesentlich schlechter sind als es die Werbung suggeriert, könnte der Lizenzvertrag womöglich für nichtig erklärt werden. Ansonsten muss Sharp bis 2020 warten, um den Namen selbst wieder verwenden zu können - was den globalen Expansionsplänen Foxconns einen ordentlichen Rückschlag verleihen würde.
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