Steam: Änderungen beim Spiele-Verschenken verärgern einige Gamer

Steam, Valve, Valve Steam, Summer SaLE Bildquelle: Valve/Steam
Der Wiederverkauf von Spielen ist auch für Steam-Betreiber Valve ein großes Problem, der Entwickler und Distributionsplattform-Betreiber hat deshalb Änderungen bei der Steam-Geschenkfunktion umgesetzt. Für normale Nutzer soll das Verschenken einfacher werden, so Steam, in Wirklichkeit will man damit aber auch den Resellern das Leben schwerer machen.
Valve schreibt in einem Blogbeitrag auf Steam, dass das Versenden von Geschenken "bis jetzt ein wenig kompliziert war" und man es den Nutzern erleichtern möchte, Spiele mit Freunden zu teilen. Valve: " Die Geschenkfunktion wird jetzt im direkten Austausch Geschenke vom Käufer zum Empfänger senden, und wir werden Geschenke per E-Mail sowie die Aufbewahrung im Inventar komplett einstellen."

Das habe laut dem Steam-Betreiber gleich mehrere Vorteile: So werde die Terminplanung von Geschenken verbessert, da man dadurch ein Geschenk Monate im Voraus kaufen kann und dieses dann "garantiert immer pünktlich verschickt" wird.

Außerdem werden Geschenke, die von den Empfängern nicht angenommen werden, nun zurückerstattet. Bisher blieb man auf einem erfolglosen Geschenk im Wesentlichen sitzen, da dieses im Inventar des Schenkers abgelegt wurde. Steam dazu: "Nun kann der Beschenkte, falls er den Titel bereits besitzt oder er das Geschenk vielleicht nicht möchte, einfach auf 'Ablehnen' klicken und dem Schenker wird der Betrag direkt zurückerstattet."

Preisunterschiede

Schließlich soll das Schenken über Grenzen hinweg sicherer werden: "Im neuen System werden Geschenke immer auf dem Account des Empfängers funktionieren. Falls ein zu großer Preisunterschied zwischen den Ländern besteht, wird schon vor dem Abschluss des Einkaufs angezeigt, dass das Geschenk nicht versendet werden kann."

Vor allem die letzte Änderung richtet sich gegen Reseller von Spielen. Denn diese können sich nun nicht mehr mit Keys in Ländern, in denen Spiele günstiger sind, eindecken und diese gewinnbringend weiterverkaufen. Das ist ein nachvollziehbarer Schritt, er trifft aber auch normale Nutzer, die in "Billig-Ländern" leben und Freunde und Familie mit Spielen versorgen wollen. Und dagegen protestieren einige Nutzer, auch wenn Valve bisher nicht konkret erwähnt hat, wie groß der Preisunterschied sein muss, um ein Verschenken zu unterbinden.

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