Vault 7: Assange will IT-Konzernen helfen, die sagen 'Ach nö, lass lieber'

Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist Bildquelle: espenmoe / Flickr
Diese Woche tauchten die als "Vault 7" bekannten Dokumente auf, diese zeigten diverse Angriffsszenarien, die die CIA ausnutzen soll. Doch mittlerweile wird immer klarer, dass das Material nicht besonders spektakulär ist. Das ist auch der Grund, warum das Silicon Valley ein Hilfsangebot von Julian Assange dankend ablehnt.
Die neuesten WikiLeaks-Enthüllungen verlieren jeden Tag etwas mehr an Schrecken. Denn viele darin beschriebene Lücken sind längst geschlossen. Julian Assange hat den IT-betroffenen Konzernen dennoch angeboten, ihnen dabei zu helfen, sich gegen CIA-Angriffe zu schützen. Assange verwies dabei u. a. auf die in den Leaks geschwärzten Stellen.

"Nichts Weltbewegendes"

Doch die IT-Konzerne sowie unabhängige Sicherheitsexperten sind über dieses Angebot zur Zusammenarbeit nicht begeistert, vor allem weil man sich nicht besonders bedroht fühlt. "Es gibt darin nichts Weltbewegendes", sagte etwa Ryan Kalember, Senior Vice President of Cybersecurity Strategy beim Sicherheitsanbieter Proofpoint, gegenüber dem Guardian.

Laut Kalember seien die Lücken ziemlich alt und wurden zum Großteil bereits gestopft. "Mir scheint, dass die CIA das Gleiche gemacht hat wie alle anderen Cyber-Sicherheitsexperten, nämlich Listen mit Schwachstellen zu erstellen. Danach versucht man herauszufinden, welche bereits ausgenützt werden und welche man ausnützen könnte."

Ein anderer Sicherheitsforscher, der nicht namentlich genannt werden wollte, bezeichnete das Material indes als "peinlich": "Das was die CIA hier hat, ist ziemlich wenig beeindruckend. Wenn das ihre technische Raffinesse ist, dann sollte sie ihnen peinlicher sein als die Tatsache, dass sie diese Daten verloren haben."

Viele Experten fragen sich auch, wie nahe Assange den russischen Geheimdiensten steht, denn dessen Beteuerungen, dass WikiLeaks die "neutrale digitale Schweiz" sei, glaubt niemand so recht.

Absagen

Entsprechend skeptisch sind die Konzerne und stehen nicht gerade Schlange, mit Assange und WikiLeaks zusammenzuarbeiten. Microsoft und Cisco verwiesen laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters darauf, dass man das Melden von Schwachstellen zwar grundsätzlich gutheiße, aber dies über die normalen Kanäle für solche Berichte erfolgen sollte. Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik, Aktivist espenmoe / Flickr
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