17 Mrd. $: Anleger kämpfen darum, Microsoft Geld geben zu dürfen

Microsoft, Redmond, Campus, Headquarter Bildquelle: Getty Images / Microsoft Presse
Der Software-Konzern Microsoft versucht mit der Ausgabe von Anleihen kurzfristig eine stattliche Summe von 17 Milliarden Dollar in die Firmenkasse zu bekommen. Und das geht problemlos, denn die Anleger prügeln sich schon fast um die Wertpapiere. Das Interesse ist so groß, dass bei weitem nicht jeder Kaufwunsch erfüllt werden kann, berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg. Die von Microsoft beauftragten Banken Barclays und HSBC berichteten, dass sie nach den eingegangenen Anträgen auch mehr als die doppelte Menge an Anleihen hätten verkaufen können. Das liegt auch daran, dass Microsoft bei der Bewertung der Kreditwürdigkeit absolute Spitzen-Ratings erhält.

Dass die Ausgabe von Anleihen grundsätzlich eine recht gute Möglichkeit ist an Geld zu kommen, ist derzeit kein Wunder. Immerhin sind riesige Mengen an Kapital im Umlauf, das man kaum noch gewinnbringend angelegt bekommt. Es gibt reichlich Menschen und Institutionen, die wortwörtlich nicht wissen, wohin sie mit ihrem Geld sollen. Und in Anbetracht der aktuellen Zins-Situation bringt es auch kaum etwas, dieses einfach herumliegen zu lassen.


Es gibt Zinsen!

Da ist Microsofts Angebot schlicht unwiderstehlich. Je nachdem mit welcher Laufzeit die Anleihen ausgestattet sind - von drei bis 40 Jahren ist hier alles möglich - gibt es Zinsen zwischen rund 2 und 3,07 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Staatsanleihen der USA, die als eine der besten Anlageformen gelten, sind aktuell nur zwischen 0,4 und 1,4 Prozent herauszuholen. Und um zu verstehen, warum solche gering wirkenden Prozentsätze heutzutage extrem interessant sind, muss man sich bewusst machen, dass einige Bereiche immer wieder in die Negativ-Zinsen rutschen - man legt also drauf, wenn man Geld in diesen herumliegen lässt. Hinzu kommt natürlich auch stets die Frage der Besteuerung. Nur wenn vorhandene Gelder irgendwie in den Wirtschaftskreislauf gebracht werden, lassen sich diese als Ausgaben auf der nächsten Steuererklärung geltend machen.

Für Microsoft ist die Ausgabe von Anleihen ebenfalls ein Steuerspar-Modell. Denn rund 90 Prozent der flüssigen Mittel liegen in den Kassen diverser Auslands-Töchter. Würde man diese nach Redmond transferieren, müssten allein auf der Bundesebene bis zu 35 Prozent an den Fiskus abgeführt werden. Da ist es deutlich billiger, sich innerhalb des Landes Geld zu leihen und dafür attraktive Zinssätze zu zahlen.

Microsoft will mit dem hereingeholten Geld allerdings keine großen Sprünge machen und beispielsweise die nächste große Übernahme anstreben. Stattdessen sollen sie für das allgemeine Geschäft eingesetzt werden - also Investitionen und wohl auch den Rückkauf von Aktien.

sentifi.com

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