Trump & Co: Microsofts China-Bot blockt Gespräche über Politik ab

China ist für seine strikte Internetkontrolle bekannt. Eine große Firewall schirmt das Land von vielen freien Informationsquellen ab - aus politischen Zwecken. In den letzten Jahren haben US-amerikanische Unternehmen dennoch versucht, den chinesischen Markt zu erobern und mit der Überwachung des Staates umzugehen.
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Sämtliche Dienste, die bestimmten Gesetzen und Auflagen des kommunistischen Landes nicht entsprechen, werden kurzerhand zensiert und sind somit nicht erreichbar. Hierzu zählen Twitter, Facebook, Google sowie Indeed. Aus diesem Grund passt Microsoft eigene Services an die geltenden Vorgaben an, um weiterhin in dem Land operieren zu können. Obwohl Microsoft deswegen vermehrt in Kritik geriet, werden in China viele fortschrittliche Technologien getestet. Ein Beispiel ist hier der intelligente Chat-Bot XiaoIce, um den es hier gehen soll. Der Bot ist derzeit in viele chinesische Social-Media Apps integriert, beispielsweise WeChat und Weibo. Nun hat CNNtech eine Konversation, die sensible politische Themen enthält, mit dem chinesischen Chat-Bot geführt. Darüber hat auch OnMsft berichtet.

Keine Antwort auf sensible Themen

Zunächst sind einige Schlüsselbegriffe über bekannte chinesische Politiker abgefragt worden - später hat der Bot sogar auf den gewählten US-Präsidenten, Donald Trump, reagiert. So hat der in Deutschland lebende Su Yutong gefragt, was der Bot über den chinesischen Präsidenten Xi Jinping denkt. Darauf ging der von Microsoft entwickelte Bot Xiaoice allerdings nicht ein und erwiderte Phrasen, wie zum Beispiel "Bin ich verrückt? Sobald ich darauf antworte, würdest du einen Screenshot davon machen" oder "Keine Angst, ich werde nicht weitersagen, dass du diese Fragen gestellt hast". Dies war auch der Fall, als gefragt wurde, was der Bot von politisch sensiblen Themen, wie zum Beispiel dem 4. Juni 1989 halte und wie er dies bewerte.

Auf Fragen zum gewählten US-Präsidenten Donald Trump nahm er ebenfalls keine Stellung und antwortete, er habe davon keine Ahnung. Microsoft erklärte gegenüber CNN, dass ein solches Vorgehen "der Preis für US-Unternehmen sei, in China agieren zu dürfen". Es werden lediglich Vorgaben der chinesischen Regierung umgesetzt, welche versucht, ausländische Unternehmen in der Meinungsfreiheit einzuschränken.

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